Samstag, 15. Dezember 2012
Beim Sport war heute nicht gut. Ich habe richtig körperliche Schwäche gespürt. Es ging nicht darum die Zähne für fünf weitere Wiederholungen zusammenzubeißen, es fühlte sich an wie eine Schwäche die von innen kam, ich fühlte mich einfach richtig geschwächt. Viele Gewichte umd
die Hälfte reduziert. Dennoch gut trainiert. Aber Klimmzüge waren heute zum Beispiel gar nicht drin. Ich brauche Urlaub. Nächste Woche....



Kaum Weihnachtsstimmung, auch nicht in meiner Wohnung. Aber zum ersten Mal zwei Bräuche gestartet: Barbarazweige und Lucia-Weizen-Dingens, Sie wissen schon. Wollen wir mal hoffen dass alles keimt ;)



Mein Vater rief heute an. Nach zehn Minuten Erzählungen wer was in den letzten Tagen gemacht hat und wie das verlief, fragte ich ihn, was er wolle, was der Grund seines Anrufs sei. Er wollte nur fragen wie es mir geht. Ich schluckte, denn damit hatte ich nach den lieblosen Ereignissen in den letzten Wochen nicht gerechnet. Aber es interessierte ihn wohl wirklich, er ließ mich ausreden, fragte Details nach und freute sich dass ich plante später zum Sport zu gehen.

Ich nehme an er weiß nicht, wieviel Balsam das für meine Seele war.



Wenn es mir sehr schlecht geht und ich jederzeit auf der Stelle anfangen könnte zu heulen, dann bin ich zu fremden Mitmenschen umso freundlicher. Ich fahre vorausschauend und lasse den anderen Fahrer in die Lücke rein, halte an auch wenn alle hinter mir hupen damit die alte Dame in Ruhe die Straße überqueren kann, fühle mich nicht angepisst wenn die Frau beim Bäcker über mein Kleingeld schimpft sondern wünsche ihr für später ein schönes We, renne hinter einem älteren Herren her und gebe ihm den Lottoschein den er beim Rausgehen aus der Lottobude direkt nach bezahlen verlor ("Gib mir deine Adresse! Wenn ich gewinne schenke ich dir ein Auto!" Er war knuffig.), lächel ein fremdes Kind an, lasse an der Kasse Leute mit nur ein zwei Teilen vor, schmeiße den beiden Jugendlichen die die Fußgängerzone mit Cello und Geige mit Weihnachtsmusik bereichern einen Euro in ihren Kasten (ich bin ein paar Hundert euro im Minus), wünsche im Aufzug irgendjemandem einen schönen Tag beim Aussteigen usw usf.

Ich mache das weil ich weiß, dass sich der Gesamtfrust nur vergrößern würde, wenn jetzt auch noch ich meinen Frust an die Menschheit loslassen würde. (Och schade, das könnte man bestimmt besser ausformulieren.). Jeder kennt diese Gefrusteten, die ihren Frust an alle auslassen. Der Typ der wild rumhupt, nur weil man bei Grün nicht direkt losfährt sondern nur noch kurz das Handy weglegen den Gang einlegen muss, die, die sich an der Kasse geschickt vordrängeln und noch stolz darauf sind, wie geschickt sie das jetzt hinbekommen haben, die die sich beim Bäcker beschweren wenn die junge Verkäuferin nach 8 verschiedenen Brötchenbestellungen aus Versehen ein Mohn- statt Sesambrötchen einpackt usw usf.

Können sich nicht alle mal ne Runde zusammenreißen? Ist doch völlig klar dass jeder seine eigene Scheiße hat. Aber das muss man doch nicht der Allgemeinheit zumuten. Und ein ungehaltenes Hupen oder ein Rumschnauzen mit einer Kassieren, ich finde das geht in die selbe Richtung wie ein Ausrasten bei dem Menschen getötet und verletzt werden. Kommt doch mal alle runter....