Montag, 21. Januar 2013
Jedes Häuschen hat sein Kreuzchen und jedes Dach hat sein Ach. Ich telefoniere ausführlich mit der Freundin (die mit den kl Kindern) und wir stellen fest, wie sehr diese Kalendersprüche stimmen. Als sie Freitagnacht wegen ihrem Vater durch die Gegend fahren musste, telefonierten wir und sprachen kurz eine kommunikative Strategie durch. Ihre Nachbarin fuhr sie. Und mir fiel im Tag darauf was ein über soziale Kontakte: es gibt nicht nur die Familie, die man sich nicht aussuchen kann, die Arbeitskollegen die man bedingt aussuchen kann (Möglichkeit des Jobwechsels), Freunde als echte Wahlbeziehungen, nein, es gibt daneben noch die Nachbarn. Die Nachbarn sucht man sich auch nur bedingt aus und die Beziehung zu den Nachbarn ist eine ganz besondere. Das ist weder Familie noch Freunde, das sind einfach die Menschen, die im Notfall binnen 20 Sekunden da sein können. Bevor man Freunde oder wen auch immer am Telefon haben kann, sind die Nachbarn schon in der Lage einfach einzuspringen. Und die Nachbarn springen sofort ein, weil auch sie wissen, dass auch sie mal in eine solche Notsituation geraten können, in denen man binnen weniger Sekunden Hilfe braucht. Wenn Nachbarn Freunde werden, dann ist das auch toll, aber wenn sie einfach nur Nachbarn sind, hilft einem das in einer Notsituation schon oft einfach mal eben weiter.

Und ich werde morgen um vier ausm Büro abhauen und Blümchen besorgen und vielleicht auch ein Stückchen Kuchen, und ich werde bei der Nachbarin anklingeln und nachträglich zum Geb gratulieren. Das habe ich letzte Woche einfach nicht geschafft.

Um sechs morgen dann Termin auf der Couch.



Das Jahr will geplant werden. Eine neue Weiterbildung ab Sommer oder Herbst, Urlaube, Städtetrips.



Heute wieder viel zu lange gearbeitet. Sehr erfolgreich, aber lange. Länger als die anderen. Werde in Kürze in Gehaltsverhandlungen gehen und mein Argument wird einfach nur sein: ich übernehme Verantwortung.