Ich kann kaum noch aufhören zu weinen. Immer wieder füllen sich die Augen mit Tränen.
Der Chef meldete sich am Morgen auf meiner Mailbox krank. Völlig paralysiert rief ich eine Vertraute von ziemlich "weit oben" in der Firma an. Sie checkte sofort meine Lage und half mir kurzfristige Entscheidungen zu treffen. Es ist sowas von unglaublich was in dem Saftladen gerade abgeht und ich befürchte dass das jetzt wirklich der Untergang sein könnte. Ich bin heute kaum ans Telefon gegangen, habe einfach alles auf Mailbox laufen lassen und versucht die Termine für heute Abend "richtig" zu koordinieren. "Richtig" ist zurzeit stündlich anders in dem Saftladen.
Ich habe in dem Laden schon öfters Pferde kotzen gesehen, aber dieses Mal kotzen die Pferde ihr eigenes Fleisch.
Reamonn - Star nach wie vor seit gestern in Schleife. Und zwischendurch lese ich die schöne Nachricht von dem jungen Mann.
Und irgendwo ganz tief in mir drin brennt er lichterloh, dieser Funke Hoffnung.
Hoffnung ist eben nicht Optimismus, es ist nicht die Überzeugung dass etwas gut ausgeht sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht (Vaclav Havel)