Und dann ist doch alles zu viel.
Eben beim Spülen fiel ein kleiner Lieblingsteller (Einzelstück) zusammen mit der Espressodose zu Boden. Beim Fallen sah ich schon den ganzen (gemahlenen) Espresso auf dem Küchenboden, doch die Dose blieb verschlossen, stattdessen zerbrach das kleine Tellerchen. Für eine Millisekunde war ich traurig aber dann kam sofort der Gedanke "Scherben bringen Glück!" freudig in meinem Kopf. Meine Güte, wie sehr bin ich schon gedrillt auf positives Denken. Es ist zum Kotzen. Ich reiße sechshundert km die Woche für den neuen Job runter, sehe auf der Strecke mindestens einen Unfall täglich, von den Spritkosten mal ganz zu schweigen - aber hey, der neue Job ist so klasse! Meine Mutter hat jetzt zweieinhalb Wochen in einem nach Pisse stinkenden Heim verbracht, aber hey - sie hat mich erkannt und das Personal da war wirklich gut. Mein Knie macht wieder richtig Probleme, aber hey - ich kann so gut Zähne zusammenbeißen, ich laufe dennoch die letzten sechs km die Strecke bis zum Ende (point of no return war schon erreicht) und bin durchtrainiert wie nie zuvor in meinem Leben - meine Arme sind so schön trainiert - Mdona oder Michelle O. wären neidisch. Auf der neuen Stelle versucht man mich in Intrigen einzuspannen, aber hey - wenn ich irgendwas im Job kann dann mit sowas umgehen. Ich sitze alleine zu Hause, ich bin einfach viel zu viel alleine, kann kein Glück teilen, erst in den Urlauben, jetzt im Alltag wenn der Herbst und Winter kommt und die Abende länger und dunkler werden - aber hey! ich stecke in keiner ätzenden Beziehung und der Richtige kommt bestimmt bald, jetzt wo der neue Job den Anfang gemacht hat von meinen nun beginnenden fetten sieben Jahren. Außerdem bringen Scherben ja Glück.