Last but not least: Uhren umstellen ist diesen We?? Eine Stunde mehr, ja? Also wenn es morgens zehn Uhr ist, dann ist erst neun?
Beim Friseur heute war ich etwas unzufrieden. Ich unterstütze hier seit ein paar Monaten einen lokalen Friseur. Die Preise sind nicht ohne. Meine Lockenmähne ist lang geworden...Bei der Wolle sieht man keinen Schnittfehler. Und heute fühlte es sich so an, als würde die Frau Friseurin das wissen und sich deswegen keine Mühe geben. Naja, was solls. Das war eh der letzte Friseurbesuch für 2013. Es fängt an, dass das Jahr dem Ende zu geht......
overloaded am 26. Oktober 13
|
Permalink
| 0 Kommentare
|
kommentieren
Noch ist das Radio an. Die Kölner haben das Spiel ja noch gut hinbekommen! Und jetzt verfolge ich ein wenig das Erstligafreitagsspiel. Interessant, dass ich seit dem neuen Job bei Verkehrshinweisen aufhorche. DieMusik gefällt mal weniger, mal mehr.
Noch läuft das Radio. Wenn ich es ausschalte und selbst die Musik wähle, bin ich angekommen. Angekommen in meinem DepressGefühl. Ich wurde gestern für heute zum Saufen mit ein paar neuen Kollegen eingelegen. Ich habe direkt verneint. (Geschickt elegant höflich, natürlich). Außer Friseur hatte ich nichts anderes vor. Zu Hause sein. Und ich stelle fest: das ist mir am liebsten, freitagabends zu hause sein, runterkommen, bißchen aufräumen, Wochenende einleiten, bißchen was erledigen, genießen. Und letzten Endes in Einsamkeit reintrinken. Es ist nicht so schlimm wie es sich jetzt hart liest!!
Als ich vom Friseur kam war ich zb bei meiner lieben Nachbarin oben weil ich einen Knopf schnorren wollte. Sie ist eine alte liebe Frau, gelernte Schneiderin, und so Frauen haben in meiner Vorstellung ein riesiges Knopfarsenal. Meins ist übrigens größer, wie ich später feststellte, aber sie hatte den Passenden für mich. Da saß ich da also mit der lieben alten Frau am Küchentisch, Knopfsammlung und mein abgeschlossenes Häkelprojekt begutachtend, den passenden Knopf auswählend. Dann kam ihre Freundin. Eine Frau, die jünger als sie und auch jünger als meine Mutter aber dennoch deutlich älter ist als ich, eine Frau, die schwer krank ist und nach zig OPs kein Arzt mehr nach der neusten Diagnose mehr operieren will....hier kann ich es direkt heraus schreiben: ich befürchte sie stirbt noch diesen Winter. Sie hatte große Freude daran mich zu beraten welcher der ausgewählten Knöpfe nun der Passende für meine Häkelarbeit sei. Ich bat sie um Beratung. Zeigte und erläuterte ihr die Vor- und Nachteile der engeren Auswahl. Schließlich entschieden wir uns für einen "Schmuckknopf", wie sie ihn titulierte. Die beiden Freundinnen tauschten noch ein paar Assesoires für die Adventskränze aus, gaben mir einfach auch was ab. Es tat gut mit diesen beiden Frauen eine Runde an einem Küchentisch zu sitzen und sich über Häkelarbeiten, Knöpfe und zu bastelnde Adventskränze auszutauschen. Als ich ging schenkte die eine uns anderen beiden noch eine gesegnete Feder die sie neulich in einer Ü-30 Messe mitbekommen hatte: die Feder steht für Hoffnung. In der (kath.) Messe ging es um Sorgen, und diese sollte man dort aufschreiben und am Altar ablegen und dann dafür eine Feder für die Hoffnung mitnehmen.
Hat die liebe Nachbarin letztes We noch so sehr geweint wegen dieser Freundin, saß ich heute mit ihr und eben dieser so beisammen und sie schenkte uns die Federn. Wir saßen nur eine knappe halbe Stunde zusammen, wir drei Frauen, und es war gut, ich bin mir sicher für jede von uns.
Wieder zu Hause pröttelte ich ein bißchen rum, bißchen Wäsche wegegelegt (zum Bügeln hat die Motivation nicht gereicht), bißchen gespült, den Knopf an die Häkelarbeit (ein Schal, btw) genäht, Bierchen dabei.
Dann textete ich mit meiner Tante (kl schwester meiner Mutter) rum und schließlich telefonierten wir. Habe ich noch vor Wochen oder Monaten darüber geschimpft, dass sie mir wegen meiner Mutter einen vorheult, empfand ich das vor vor einigen Wochen oder Monaten noch (mir gegenüber) unangemessen, genoss ich heute dieses Telefonat. Sie freut sich wirklich sehr über meinen neuen Job und sie drückt mir ganz fest die Daumen, dass sich jetzt alles in die richtigen Bahnen lenkt und ich auch einen Partner finde.
Das ist das seit dem neuen Job, seit diesem neuen Lebensabschnitt: ich kann noch mehr wertschätzen wenn mir jemand was Gutes wünscht. Ohne dass ich erwarte, dass man mich in meiner Situation unterstützt. Es ist ok. Jeder hat seine Sicht. Es ist ok wenn sie auch sehr traurig wegen meiner Mutter ist und sie nicht mehr besucht. Mein Fokus liegt nicht mehr auf "Aber sie besucht sie nicht!", mein Fokus hat sich vielmehr dahin verschoben: ich höre ihr an dass sie sich wirklich freut dass ich mit dem neuen Job glücklich bin.