Ich weiß nicht wie es geschafft habe, aber ich habe heute überlebt. Die Nacht werde ich auch schaffen. Morgen weiß ich noch nicht. Ist unheimlich schwer mich auszuhalten und aufzubauen, aber ich kriege das irgendwie hin. Irgendwie gehts ja doch immer weiter, weiß ich ja aus Erfahrung und überhaupt, bin ich noch nicht alt genug um komplett zu resignieren. Also bis vierzig will ich schon mindestens durchhalten. Erst mal morgen Urlaub buchen.
overloaded am 15. Juni 11
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Ich habe von zwei Hunden geträumt, einen großen, älteren und einem kleinen Welpen. Sie gehörten mir plötzlich. Leider konnte ich mich nicht um sie kümmern, ich hatte gerade andere Herausforderungen, da ich auf einer Feier eingeladen war, zu der ich kein Geschenk mitgebracht hatte und noch dazu Probleme hatte die Gastgeberin zu erkennen, da ich sie das letzte Mal in der Grundschule gesehen hatte. Warum sie mich eingeladen hat, habe ich mich gefragt. Die Feier war in einem Hotel und oben im Zimmer warteten die Hunde mehr oder weniger auf mich. Ich vergaß mit ihnen rauszugehen. Plötzlich stelle ich fest, dass der größere Hund sprechen konnte und mir sagte, dass das jetzt nicht ganz so schlimm sei dass ich mich nicht um sie kümmern würde, der kleine Hund sei war etwas seltsam aber ansonsten schon ganz gut erzogen. Sie müssten jetzt nur mal gleich dringend raus.
overloaded am 14. Juni 11
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Ich dusche zwanzig Minuten so heiß, dass ich beim Blick danach in den Spiegel erschrecke, wie feuerrot mein Körper ist. Kochwäsche quasi. Seinen Geruch loswerden. Bettzeug, Handtücher in die Waschmaschine. Und jetzt hätte ich gern noch eine Gehirnwäsche und bitte auch das Herzchen einmal durchspülen, eiskalt am besten. Die Sache mit dem Topf-Deckel-Typen ist vorbei. Vorbei ehe sie richtig anfangen konnte. Adele in Schleife. Mit dem klassischen "Schade, hat mal wieder nicht geklappt" komme ich klar, das kenne und kann ich doch schon so gut, halb so wild. Aber es ist so traurig und enttäuschend weil ich wirklich dieses Topf-Deckel-Gefühl hatte.
Nun gut, ich spüle erst mal die Nieren gut durch.
Die Wimpern sind frisch gefärbt und die Nägel vorbereitet für den neuen Lack: morgen date mit Steph. Ich wollte noch ausgehen, aber ich bin froh dass es dort regnet und ich zu Hause runterkommen kann. Mein Wochenende startete gefühlt erst heute Abend.
Der Tag war schön. Es war glaube ich schön für sie, mich beim Aufwachen anzuschauen, anzuhören, zu fühlen und zu wissen, dass ich jetzt da bin.
Ich war erschrocken wie schlecht sie dran ist, wie wenig sie nur noch kann. Und spätestens als ich ihre Haare föne und feststellen muss dass es wirklich schlecht geschnitten ist, bekomme ich einen Hass auf die Pfegefrauen, dir nur ihren Job machen. Ich nehme an, sie lassen sie nichts mehr selbst machen, weil es Zeit in Anspruch nehmen würde und die so handeln, wie es für sie angenehmer ist. Und dabei wird keine schlecht oder nach Zeit bezahlt. Ich glaube es sind die fast bestbezahlten Pflegefrauen in D, mein Vater zahlt ihnen fast ein Akademikergehalt. Sie füttern meine Mutter, weil es schneller geht, als wenn sie alleine isst. Sie ziehen ihr die Schuhe an, auch weil es schneller geht. Und sie setzen sie schnell in die Badewanne, statt ihr ein Wellnesserlebnis daraus zu machen. Ich weiß dass sie nciht mehr alleine essen kann, dass sie nicht mehr weiß ob sie Pantoffel oder feste Schuhe an hat und dass es sie ankotzt, dass sie sich nicht mehr selbst wellnessen kann. Aber ich will ihr das Gefühl, nichts mehr zu können, so lange wie möglich ersparen. Und das geht noch. Ich gebe ihr den Löffel so in die Hand, wie man ihn hält, und wenn sie ihn ein zwei mal ohne Essen in den Mund führt, ignoriere ich das, erzähle ihr was, schiebe ihr vielleicht unfällig was auf den Löffel, aber ansonsten thematisiere ich nicht, dass sie nciht mehr essen kann sondern ziehe ein normales Essen durch, mit erzählen, mit darüber sprechen ob es lecker ist, damit dass später auch ncoh (ihren lieblings-) Nachtisch gibt. So wie man halt beim Essen zusammen sitzt. Ich sage dass sie ja noch Schuhe anziehen muss, oh ja, am besten diese, ja dass sind wirklich gute Schuhe, von denen hat man jahrelang was, hier, der ist für den Fuß. Ich berühre ihren Fuß, warte dass sie fühlt dass da jetzt der Schuh ist, sie schlüpft rein, beschwert sich kur wenn das nicht einwandfrei auf anhieb funktioniert aber dann ist gut. Dann mache ich die Schleife, und fertig. Wenn sie badet, preise ich die Wellnesssession entsprechend an, schütte das doppelte von dem guten Badezusatz in die Wanne und ermutige sie, wie schön das riecht und wie klasse jetzt so ein heißes Bad ist. Ich bedecke sie mit Schaum, lege ihr das Badkissen zurecht. mache ihr ein Gesichtspeeling und gebe ihr Haarshampoo auf die Hände, die ich dann zu ihrem Kopf schiebe. Heute habe ich ihre Beine und Achseln rasiert, sie kann sowas nicht mehr (an)sagen, aber sie war unendlich dankbar. Meine Mutter war nie übermäßig geschminkt mit Gelnägeln oder so, aber meine Mutter war immer sehr gepflegt. Nie wäre sie mit unrasierten Beinen im Sommer im kurzen Rock rumgelaufen. Meine Mutter war - fällt mir gerade so ein- übrigens Anfang der Achtziger in den USA. Auf einem Trip durch die USA. Für mehrere Wochen. Es muss aufregend gewesen sein. Es war wohl ein Highlight in ihrem Leben. Sie war dort bei verschiedenen Leuten zu Besuch, die den americandram lebten, aus dem Nichts hochgearbeitet und dann große Villa mit netten Kindern und eigenen Pferden. Mir erzählte sie von dem Meer, in dem die Wellen größer als Papa waren - btw: wir sind kleine Leute, ich glaube mein Vater ist keine einssiebzig groß, aber egal, sie erzählte mir das nachdem sie fünf sechs Wochen weg war, und während sie den Koffer und Geschenke für mich auspackte. Und sie himmelte meinen Vater für mcih extra an. Heute sagte sie ncoh, sie hätte nichts, außer ihren Mann. Sie erzählte mir das in einem Moment, in dem sie glaube ich nciht wusste, wer jetzt bei ihr ist. Es ist dauern irgendjemand bei mir. Bei den Geschenken: ich erinnere mich nur an die duftenden Buntstifte, ich werde diesen Geruch nie vergessen.
Ja so war das, Anfang der Achtziger, als meine Eltern für mehrere Wochen in den USA waren und meine Mutter nicht viel älter als ich jetzt war. Ich glaube Anfang der Achtziger war meine Mutter für ein paar Jahre glücklich. Ausgenommen ihrer glücklichen Kindheit, die ihr in ihrem jetztigen Zustand wohl den Arsch rettet.
Ich könnte ncoh schreiben, endlich mal über die Trips letzten Sommer oder noch besser über die aktuelle klasse Sache mit Steph oder auch noch weiter über heute, aber ich bin einfach bettreif betrunken und möchte nur noch eine Runde weitertrinken und Musik hören und ins Bett fallen und auf morgen freuen, wenn ich endlich nach wochenlang krank wieder laufen gehen kann und danach Steph treffe...
overloaded am 12. Juni 11
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