Lieblingslied von meiner Mutter jetzt im Radio. Memories. Wie skuril, fällt mir jetzt gerade erst mal so auf. Kotzen oder direkt schlafen?
overloaded am 21. Juni 11
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Ich mag nicht mehr schlafen, denn ich träume nur von der Arbeit. Je nach Alkoholpegel wache ich nach vier fünf Stunden auf und liege wach im Bett. Ich kann gar nicht mehr abschalten. Ich stehe dann einfach vorm Wecker auf, trinke Tee, lese Zeitung, trinke LaMa, frühstücke, spüle, dusche, bügel, häng so rum. Bis ich irgendwann dann früh ins Büro fahre. Und zwölf Stunden arbeite. Heute habe ich eine Mittagspause eingelegt, bin nach Hause gefahren, habe mich genau eine halbe Stunde hingelegt, tat gut. Da ja privat gerade eh mehr Schmerz als Herz ansteht, ist das gar nicht so schlimm mit der vielen Arbeit. Nur leider verdiene ich nicht angemessen. Nicht annährend. Noch zwei Tage durchziehen und dann langes We. Für das noch nichts geplant ist. Mit einem Traummann abhängen oder wegfahren wäre klasse, gibts aber gerade nicht für mich. Ach komm, denke ich mir, kommen auch wieder bessere Zeiten. Hatteste jetzt doch neulich erst, wenn auch nur für vier Wochen.
overloaded am 21. Juni 11
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Ich habe also nach einem guten halben Jahr wieder einen neuen Termin mit meinem Psychologen ausgemacht. Übernächste Woche erst, aber ich muss mir Gedanken machen, was ich sage, was ich will. Ich erinnere mich noch an den ersten Termin bei ihm. Das ist ca. fünf Jahre her. Er fragte, was ich antworten würde, wenn jetzt eine gute Fee käme und mich mit einer Feder berühren würde, und danach meine Frage, mein Problem gelöst sei. Woran würde ich am nächsten Morgen spüren, dass sie mich mit der Feder berührt hätte und ich mich gut fühlen würde? Ich erinnere mich wie ich das erste mal bei ihm war, vorab mit ihm telefonierte und auf der Warteliste stand, den Termin ausgemacht habe, im quasi-Wartezimmer saß, ihm das erste mal gegenüber saß. Aber ich erinnere mich nicht mehr, was ich auf die Fee-Frage geantwortet habe. Jetzt muss ich die aktuelle Antwort durchdenken. Ich muss sagen können was ich mit einer neuen Therapie erreichen und auf was ich mich dabei einlassen will. Ich werde mich nicht hinsetzen und einfach rumheulen können. Er ist auch mit seinem Latein am Ende, glaube ich. Und er ist gut. Er ist wirklich gut. Ich habe seit über zwölf Jahren Psychotherpeuten kennengelernt, ich kann das beurteilen. Ende letzten Jahres sind wir auf einen springenden Punkt gekommen als es um meinen Vater ging. Es kam mir vor wie meine Lösung und vllt ist sie das auch aber ich hätte zehn Jahre eher drauf kommen müssen, dann hätte sich darauf nicht noch mehr Schmerz aufgebaut. Ich bin durch mit meinen Eltern, meiner Kindheit. Aber das hat so lange gedauert und in der Zwischenzeit konnten sich diese Traurigkeiten in mein jetztiges Leben so sehr drunterschleichen, dass ich jetzt den Scheiß der letzten zehn Jahre verarbeiten muss. Ach Schwachsinn. Bier exen und ins Bett. Morgen beim Joggen nochmal entspannt weiterdurchdenken.
overloaded am 19. Juni 11
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Ich bin zu müde zum weinen. Ich bin überarbeitet. Ich habe inklusive heute jeden Tag der letzten zwei drei Wochen mindestens zehn Stunden gearbeitet. Ich kann nicht mehr. Heute wäre ich beinahe umgekippt. Habe dann natürlich (!) doch irgendwie durchgehalten. Dann noch eingekauft, joggen gegangen, Sauna, jetzt Bier. Ich würde gern ausgehen, tanzen, flirten, Sommer genießen, aber ich kann nicht. Ich bin zu platt. Es fühlt sich gerade an, als wenn alle das Leben genießen, alle intensiv leben, nur ich nicht, ich habe keine Kraft, ich trinke das Herrenpils aus und bin traurig. Dabei höre ich Radio, irgendwelche Beiträge in denen es um Bonn/Berlin, Fußballfrauenwm und sonst irgendwas Aktuelles geht. Radio hören gibt mir so eben noch das Gefühl am Leben teilzuhaben, nicht ganz abgeschottet zu sein, nicht ganz alleine zu sein. Ich fühle mich unendlich einsam. Radio hören ist gerade besser für mich als selbst Musik auszusuchen. Ich würde mir die Deprischleife bis zum Zusammenbruch reinziehen. Würde mich noch mehr in das ganze schlechte Gefühl reindenken, reinhören, reinleben. Und das will ich ja auch nicht. Nicht jetzt. Wie ein Selbstschutz. Oder auch nicht, was weiß ich, jedenfalls ist es gut wenn ich mich nicht noch mehr in dieses ganz schlecht-fühlen reinsteigere.
overloaded am 19. Juni 11
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Erste und letzte Zusammenfassung über gute Hormone.
Eine undendliche Stärke. Weder viel Schlaf noch Essen ist notwendig, nur viel Wasser trinken. Oder zum Genuss dann auch Bier. Aber es ist dann Genuss- und kein Frustbier. Positive Gedanken durchströmen den Kopf, ähnlich wie beim Joggen. Es zieht einen nichts richtig tief runter, alles ist schön erträglich, alles geht. Eine Freunde über gute Musik, über schöne Blumen, über einen Sommerabend, wenn auch verregnet, über sich selbst. Ein Flirt jagt den nächsten. Manchmal mit Worten, manchmal mit Gesten, und oft uch einfach nur mit Blicken im Vorbeigehen. Und nichts bleibt unerwidert. Alles findet eine Antwort. Unwiderstehlich fühlen. Alles meistern können. Und wahrscheinlich strömen unendlich viele Pheromone aus. Ein guter Geruch. Selbst bemerklich.
Es ist keine Oberflächlichkeit - die Herausforderungen und Schmerzen sind präsent, aber wenigstens spielen keine bösen Hormone mit rein. Mir tut es leid um jede Frau die die Pille nimmt und das so nicht erleben kann.
overloaded am 17. Juni 11
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Wenn Leute mit einen kleinem Kind Freitags Abends nicht ans Festnetz gehen wenn ich anrufe, stelle ich mir vor, wie sie meine Nummer auf dem Display sehen und sich fragend anschauend sagen: sie ruft an, hast du Bock auf ihren Deprikram? - Nee, ich auch nicht.
FTR: ich habe heute zwölf Stunden gearbeitet. Jetzt könnte ich weinen vor Erschöpfung aber ich weiß, wenn ich damit anfange, dann stehen direkt gefühte eine Million traurige Gedanken auf der Matte und wollen auch mit ganz vielen Tränen ihre entsprechende Beachtung erhalten. Und auf unendlich viele Tränen habe ich jetzt keine Lust. Das sind die guten Hormone, über die sollte ich auch mal berichten. Am besten jetzt. Über die Lusthormone. Ganz klar auf etwas keine Lust und auf andere Sachen ganz viel Lust haben. Ich habe keine Lust auf Absturz aber ich habe Lust auf Leben. Ist nur gerade nicht am Start, gerade gibt es nur Arbeit auf der Agenda. Gezwungenermaßen fließt die ganze Energie gerade in Arbeit. Die ganze aktuelle Situation auf der Arbeit mit pms wäre undenkbar, da hätte ich den Tag wirklich nicht überlebt. Aber so ging es. Zwölf Stunden Feuer löschen. Von früh bis spät. Inklusive unvorhersehbarer Problematiken die das Lösen der eh schon vorhandenen Störungen nochmal erschwerten. Als nichts mehr geht lächel ich 50 Leute an und sage, das für mich heute Freitag der gefühlte 13. sei. Kam irgendwie gut an, glaube ich, hoffe ich. Ich bearbeite seit letzten Donnerstag nur noch Beschwerden, zum eigentlichen Geschäft komme ich nicht mehr. Der neue Chef. Der neue Chef. Der neue Chef. Tja, der neue Chef. Wir arbeiten gut zusammen. Er ist nicht der perfekte Chef aber er ist ok, soweit. Seine Notlügerei kotzt mich an, aber ich glaube er hat gecheckt, dass Lügen bei mir nicht klar geht. Und dass ich ihn durchschaue. Ich mag es, dass er mir zeigt, dass er auf meine Kompetenzen vertraut.
Seltsam, die Tränen kommen wirklich nicht. Und dabei geht es mir schlecht. Vielleicht genau dabei.
overloaded am 17. Juni 11
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