Wahrscheinlich ist das wirklich burnout, wenn man im Büro sitzt und nicht arbeiten kann. Ich kann so gerde eben die Dinge bearbeiten die spontan reinkommen, wenn es Angelegenheiten sind, die ich direkt klären kann. Sonst geht nichts. Ich kann nicht nach vorne arbeiten und so langsam aber sicher stapeln sich Leichen die sich aufgrund der Verzögerung nicht mehr gut regeln lassen. Ich kann auch kaum noch Auto fahren, es wird immer riskanter. Ich stehe komplett neben mir. Bisher ist das noch nicht aufgefallen. Weder auf der Arbeit, noch im Straßenverkehr. Nur ein paar Freundinnen fangen langsam an sich Sorgen zu machen. Noch nicht ernsthaft, dafür bewahre ich noch zu sehr die Haltung.
Ich bin hundemüde, könnte direkt ins Bett fallen. Will mich nur noch in meine Bettdecken einkuscheln, nichts hören, nichts sehen und auch nichts träumen. Ich versuche die Nerven zusammenzuhalten, versuche nicht anzufangen durchzudrehen, denn das wäre mein Ende. Ich habe immer noch die Hoffnung, dass es halb so wild ist, und mit dem Urlaub alles wieder gut wird. Aber die Angst, dass das doch gerade eine Spur zu weit geht, ist zum ersten Mal wirklich da.
Es regnet so stark, dass ich nicht joggen gehen kann. Das hätte mir jetzt gut getan. Es ist noch früh und ich kann noch was machen. Könnte eine der vielen Ecken aufräumen, aber das sind zu große Projekte, dafür wird meine Kraft nicht reichen. Idee wär, Bügelwäsche und Kleiderschrank aufräumen. Ich spiele erst mal eine Runde Akkordeon und versuche kein weiteres Bier aufzumachen. Dann mal weitersehen.
overloaded am 20. Juli 11
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Ich meine ich hätte gerade auf den Straßen eine leichte Aufbruchstimmung beobachtet. Bierkästen werden rumgeschleppt, man fährt schnell noch da und da hin, holt sich ordentlich Essen beim Dönerladen. Es sah mir gerade fast so aus, als hätten wir den Nichtwiederaufstieg verdaut und schauen freudig und erwartungsvoll in die neue Saison. Die Zeichen stehen gut. Ich bin wirklich gespannt.
overloaded am 18. Juli 11
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Übel geträumt. Lieblingstante wollte mir ein Rezept nicht geben, Psychologe zufällig getroffen und an ihm vorbeigelaufen - er rief mich mit einem angeblich von mir selbst erfundenen Namen, und irgendwas von der Arbeit.
overloaded am 17. Juli 11
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Mit einer weiteren Freundin unterwegs, ich bemühe mich einen schönen Abend zu erleben, aber irgendwann geht nichts mehr, lass uns gehen, fahr mich schnell nach Hause und fasse mich nicht an. Ich behalte gute Mine, lasse mir nicht anmerken wie schlecht es mir geht, wie wenig ich mich in diesem Leben aushalten kann. Lächel und antworte ordentlich im Gespräch.
Außer Spesen nichts gewesen. Ich werde mich in der nächsten Zeit nicht mehr verabreden. Ich habe mehr von zu Hause bleiben oder alleine losziehen, aber bitte nicht mehr mit jemandem zusammen. Ich kann gar keine Nähe mehr ertragen.
Das läuft gerade nicht gut mit mir. Das platzlose Gefühl wird immer stärker. Eine Stimme in mir versucht einen positiven Ausblick auf den Urlaub. Einen andere Stimme hat die Idee, auf den Urlaub und den sicheren Job und meine Stärke zu scheißen, schlägt Selbteinweisung vor. Ich trinke das Bier aus und versuche es ins Bett zu schaffen.
overloaded am 17. Juli 11
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