Ich wollte eigentlich über diese gtd-Urlaubswoche erzählen, über die Entrümpelungsaktionen in meiner Wohnung, über den Mann den ich zehn Jahre älter geschätzt habe und mit dem ich das dritte Date spontan vor dem ersten Date vorgezogen habe, über den Tag mit den Kindern und den Freunden mit den Kindern (wir waren zusammen beim Kinderturnen), über den Kasten Bier mit 0,33 Flaschen und die damiteinhergehenden Vor- und Nachteile, darüber dass mein Auto Reparaturen in Höhe von gut achthundert euro braucht, dass mein Vater eine gr Party bei sich zu Silvester plant obwohl er zu der Zeit meine Mutter alleine pflegt und dass ich mittlerweile locker fünf Klimmzüge aus dem langen Arm locker wegziehe. Aber dann kam heute was anderes dazwischen. tbc.
Es tut gut etwas zu machen, was Spaß macht, wobei man lacht, was dem Körper gut tut, wobei man sich gut fühlt und es tut auch gut mal zwischendurch was zu machen bei dem man genau spürt: das kann, das kann ich richtig gut. Dieses Gefühl hatte ich heute. Überhaupt war heute ein Tag an dem einfach alles gut lief. Wie am Schnürchen, quasi. Am Abend dann das Sahnehäuptchen: Treffen von der Fortbildungsgruppe (es gibt so Untergruppen mit denen man sich zwischen den Seminarwochenenden trifft und nacharbeitet, ausprobiert etc.). Die anderen wussten nicht so recht was wir heute machen sollen, denn es gibt keine konkreten Arbeitsaufträge. Ich saß gegen nachmittag zwei Stunden in einem Termin in dem ich einfach nur freundlich lächelnd anwesend sei musste und ich nutze diese zwei Stunden um das letzte Seminarwochenende nachzuarbeiten und das Treffen heute Abend etwas vorzubereiten. Als ich dann die anderen da so ratlos vor mit sitzen sah, ergriff ich das Wort und moderierte den Abend. Ich fasste Grundlegendes zusammen, strukturierte alles bisher gelernte und auch das was wohl noch kommt*, half der einen lieben Frau als sie was vortrug und nicht genau weiterwusste uswusf. Die anderen schrieben eifrig mit bei allem was ich sagte. Mir wurde klar: das kann ich gut. Moderieren, strukurieren usw.
Ich weiß schon lange dass ich sowas sehr gut kann. Aber zwischendurch muss man das was man gut kann auch mal machen, damit es einen bestärkt genau darin weiterzumachen und auch weiterzukommen.
overloaded am 26. Oktober 12
|
Permalink
| 0 Kommentare
|
kommentieren
Ob den Jungs, die neben dem Studium an der Tanke jobben, eigentlich bewusst ist, wie sensibel dieser Job ist? Seit ein paar Monaten gibt es eine neue Pächterin an "meiner" Tanke. Die alte Belegschaft kannte ich bestens, besonders halt die Jung, die dort jobbten, abends und am We. Wir waren uns einfach vertraut. Sie kennen meine Exfreunde, den von ganz früher mit dem ich in diese Wohnung eingezogen bin und auch den Nerd, der ja nur eine Straße weiter wohnt. Und sie sahen mich auch mit dem ein oder anderem, mit dem ich aber nur ein paar Mal dort war. Die Jungs haben mich gesehen, Montagsabend von der Arbeit kommend, sonntagsmittags in kurzen engen Shorts nach dem Laufen, Samstagsabends geschminkt und aufgehüscht, sie haben mich bedient als ich verkatert, verliebt, mit Dienstwagen, mit Fahrrad, verheult, betrunken, übermüdet war - kurz: sie kannten mich. Mit der neuen Pächterin wechselte jetzt auch peu à peu die Belegschaft. Ich muss von vorne anfangen. Muss mich neu als Kundin profilieren die sehr wohl einmal am frühen und dann noch mal kurz vor Feierabend kommt, muss neu erklären und anleiten dass man Bier von hinten auffüllt und welche Zigaretten ich rauche. Und dass ich manchmal in Anzug und schon ein paar Stunden später im quasi Nachthemd nochmal auftauche. Dann will ich auch keinen doofen Spruch - hallo? Ich bin Kundin!
Es gab auch keinen doofen Spruch. Dieser Neue hat verstanden. Lächelte mich an und wünschte mir noch einen guten Abend.
Eine gute conneci (sprich: Konnecki) war früher was anderes als heute. Ich hatte immer die Besten die es gerade in der Umgebung gab. Manchmal fuhr man für den günstigeren Preis zwar eine Stunde dorthin, aber da es der Wagen meiner Mutter war und dieser von meinem Vater getankt wurde, rechnete sich das stets. Genaugenommen ging es mir auch nie
Exkurs
-------ich schreibe immer spontan los. Schauen Sie die paar Texte über den Urlaub oder den alten Freund an, Texte die ich mehr oder weniger geplant schreiben wollte, alle nicht fertig geworden.
Heute Abend stelle ich zufällig fest, wie ich spontan entscheide wie schreibe: ich fange mit einem Gedanken an, irgendwas was mir eingefallen, was mir passiert ist. Aber wie weit ich dann aushole hängt letzen Endes von dem Getränk links neben mir ab! Nachdem ich gerade den ersten Satz geschrieben hatte, hätte ich in einem zweiten Satz alles sagen können. Ich beobachtete aber wie mein Blick kurz nach links zum Getränk - ok, schreibe ich es nun doch aus: zum Bier- ging und ich legte quasi genau in diesem Moment das Ausmaß der nun zu erzählende Geschichte am noch zu trinkenden Bier ab. Also wieviel Bier habe ich noch, bzw. wenn das Bier leer ist, muss der Text stehen. Am liebsten noch einen Schluck übrig zum nochmal drüberlesen. Nur mal so eine Feststellung. Dooferweise ist das Bier jetzt fast leer und ich habe kein Weiteres mehr hier...---------
Genaugenommen ging es mir aber auch nie um den Preis. Ich jobbte immer, ich hatte immer Geld. Mir ging es vielmehr um eine sichere Connection. Sicher, immer was am Stichtag kaufen zu können. Donnerstag, Donnerstag war mein Tag, genau genommen Donnerstag nachmittag, denn da begann für mich das We. Schön fürn Fuffi. Ich kaufte immer fürn Fuffi. Immer für den selben Preis zu kaufen schien mir am besten als Konstante um einen guten Überblick zu behalten.
Gute connection heute? Gestern wurde mir ein mrt-termin für in zwei Wochen gegeben. Zwei Telefonate gestern und heute: Termin morgen früh. Und spätestens Donnerstag weiß ich genau was da in meinem Fuß seit acht Wochen nicht heilen will.