Es ist und bleibt dieses Gefühl der Unzugehörigkeit, ich fühle mich nicht dabei, als machen alle ihr Leben aber ich nicht, ich kann das nicht. Ich fühle mich einfach außen vor.
overloaded am 03. Dezember 12
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Die Ereignise haben sich dermaßen überschlagen, dass ich jetzt völlig gerädert, überfordert und verschlafen in Bademantel am Küchentisch sitze - alles zu viel.
Mein Körper schmerzt oder vielmehr spüre ich jeden einzelnen Muskel, das Training gestern war hart und unglaublich gut. Jetzt eine Runde laufen gehen, so ein Auslaufen, das wärs. Ich erinnere mich wieder mal an früher, als ich auch so fertig und so durchtrainiert war und wie ich der damaligen Freundin sagte, ich bräuchte diese Muskeln um mich herum, damit ich nicht zusammenbreche. Genau so ist es jetzt wieder. Wie klasse doch Sport ist, stellten der Coach und ich gestern fest, diese gute-Laune-Garantie. Und er überlegte neulich, ob ich mich ohne Sport schon umgebracht hätte. Ja, wahrscheinlich.
Die Ereignisse überschlagen sich. Jetzt ins Bett gehen weil ich hundemüde bin oder noch ein Bier besorgen und einen Versuch wagen, wenigstens einen Teil aufzuschreiben, jetzt, wo das noch frisch ist. Brauche dringend Schlaf, keine Frage, andererseits will ich alles rauslassen.
Wie es meiner Mutter um Längen schlechter geht, wie der Chef versuchte den Zickenkrieg zu moderieren, wie mir intern nach einer vierstündigen Konferenz (u.a. mit der alten Chefin und) mit meinen provokanten Beiträgen eine eine andere Stelle angeboten wurde, wie ein erstes Date in der Sauna verläuft, was beim zweiten Date geschah, wie super klasse die Weiterbildung ist, wie ich im Häkelmodus bin und wie sich das verhält mit der Tafel in der Küche, auf die man einfach alles schreibt und das dann eher ungewollt gelesen wird, beim einem Kaffee im Morgengrauen, total übernächtigt. Ich stehe jetzt vom Küchentisch auf. Entweder gehts ins Bad und dann ins Bett oder zur Tür hinaus zum Bier holen........
overloaded am 30. November 12
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Ach, ich habe gar keine Lust mich zu ärgern. Ja, das ist Mist mit dem Fuß und auch dieses ganze Familiendrama mit kranker Mutter und neuer Perle von meinem Vater ist irgendwie nichts zum Bejubeln und auf der Arbeit kotzt einen eigentlich alles an und die ein oder andere Männergeschichte könnte mir Kopfzerbrechen bereiten, aber ich muss zugeben, dass es mir gut geht. Mir gehts gut mit mir. Mich hauen diese ganzen Angelegenheiten in meinem Umfeld nicht um, ich lasse mich davon gerade nicht zerfressen. Vielmehr freue ich mich über meine Freundschaften und über mich selbst. Ich hatte heute beispielsweise eine Postkarte im Briefkasten von einer lieben Freundin, die ich leider immer weniger sehe. Dann heute das einstündige Telefonat mit meinem Patenonkel. Irgendwie kümmern wir uns gegenseitig um uns. Und dann dieses ausführliche Gequatsche mit der Bierfreundin, beim Bier, in der Sauna, beim Schwimmen. Wir quatschen, wir lachen. Ich habe heute so sehr aus dem Herzen gelacht - es war herrlich. Ich habe richtig gespürt wie es von ganz tief kam. Das ist gut, wenn man zwischendurch mal spürt wie sehr man noch aus dem ganz tiefen Inneren richtig herzhaft lachen kann. Das ist ein Lebensbeweis. Genauso wie jede ehrliche Träne.
Der Moment, wenn man sich wirklich jemanden wünscht, der einen einfach in den Arm nimmt, vom Bier trinken und Küchentisch abholt und sagt: komm, das wird schon, morgen ist ein neuer Tag, komm jetzt einfach mit ins Bett, komm in meinen Arm und schlaf dich aus. Ich komme gut alleine zurecht, keine Frage, aber dann gibt es doch diese Momente, in denen ich denke, wie ok es jetzt einfach wäre, wenn da einer die Sorgen teilen würde. Oder so ähnlich.
overloaded am 23. November 12
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