Gestern wieder mal zu viel getrunken, wieder mal wild rumgevö------- ach egal. Völlig kaputt in die Woche gestartet. Und natürlich: alles zu viel.
overloaded am 17. Dezember 12
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Beim Sport war heute nicht gut. Ich habe richtig körperliche Schwäche gespürt. Es ging nicht darum die Zähne für fünf weitere Wiederholungen zusammenzubeißen, es fühlte sich an wie eine Schwäche die von innen kam, ich fühlte mich einfach richtig geschwächt. Viele Gewichte umd
die Hälfte reduziert. Dennoch gut trainiert. Aber Klimmzüge waren heute zum Beispiel gar nicht drin. Ich brauche Urlaub. Nächste Woche....
overloaded am 15. Dezember 12
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Kaum Weihnachtsstimmung, auch nicht in meiner Wohnung. Aber zum ersten Mal zwei Bräuche gestartet: Barbarazweige und Lucia-Weizen-Dingens, Sie wissen schon. Wollen wir mal hoffen dass alles keimt ;)
overloaded am 15. Dezember 12
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Mein Vater rief heute an. Nach zehn Minuten Erzählungen wer was in den letzten Tagen gemacht hat und wie das verlief, fragte ich ihn, was er wolle, was der Grund seines Anrufs sei. Er wollte nur fragen wie es mir geht. Ich schluckte, denn damit hatte ich nach den lieblosen Ereignissen in den letzten Wochen nicht gerechnet. Aber es interessierte ihn wohl wirklich, er ließ mich ausreden, fragte Details nach und freute sich dass ich plante später zum Sport zu gehen.
Ich nehme an er weiß nicht, wieviel Balsam das für meine Seele war.
Wenn es mir sehr schlecht geht und ich jederzeit auf der Stelle anfangen könnte zu heulen, dann bin ich zu fremden Mitmenschen umso freundlicher. Ich fahre vorausschauend und lasse den anderen Fahrer in die Lücke rein, halte an auch wenn alle hinter mir hupen damit die alte Dame in Ruhe die Straße überqueren kann, fühle mich nicht angepisst wenn die Frau beim Bäcker über mein Kleingeld schimpft sondern wünsche ihr für später ein schönes We, renne hinter einem älteren Herren her und gebe ihm den Lottoschein den er beim Rausgehen aus der Lottobude direkt nach bezahlen verlor ("Gib mir deine Adresse! Wenn ich gewinne schenke ich dir ein Auto!" Er war knuffig.), lächel ein fremdes Kind an, lasse an der Kasse Leute mit nur ein zwei Teilen vor, schmeiße den beiden Jugendlichen die die Fußgängerzone mit Cello und Geige mit Weihnachtsmusik bereichern einen Euro in ihren Kasten (ich bin ein paar Hundert euro im Minus), wünsche im Aufzug irgendjemandem einen schönen Tag beim Aussteigen usw usf.
Ich mache das weil ich weiß, dass sich der Gesamtfrust nur vergrößern würde, wenn jetzt auch noch ich meinen Frust an die Menschheit loslassen würde. (Och schade, das könnte man bestimmt besser ausformulieren.). Jeder kennt diese Gefrusteten, die ihren Frust an alle auslassen. Der Typ der wild rumhupt, nur weil man bei Grün nicht direkt losfährt sondern nur noch kurz das Handy weglegen den Gang einlegen muss, die, die sich an der Kasse geschickt vordrängeln und noch stolz darauf sind, wie geschickt sie das jetzt hinbekommen haben, die die sich beim Bäcker beschweren wenn die junge Verkäuferin nach 8 verschiedenen Brötchenbestellungen aus Versehen ein Mohn- statt Sesambrötchen einpackt usw usf.
Können sich nicht alle mal ne Runde zusammenreißen? Ist doch völlig klar dass jeder seine eigene Scheiße hat. Aber das muss man doch nicht der Allgemeinheit zumuten. Und ein ungehaltenes Hupen oder ein Rumschnauzen mit einer Kassieren, ich finde das geht in die selbe Richtung wie ein Ausrasten bei dem Menschen getötet und verletzt werden. Kommt doch mal alle runter....
Ich schreibe ja eigentlich nur noch, wenn Bier da ist. Die Flasche ist halb leer und es gibt keinen Nachschub. Das ist wie ein Termin als Kassenpatient bei einem Psychologen, der eigentlich nur Privatpatienten nimmt, da gibt es dann nur fünfzehn Minuten, da muss man ganz schnell auf den Punkt kommen, da kann man nicht so rumquatschen. Ich habe das erlebt. So ein Druck ist gar nicht mal schlecht, man besinnt sich einfach auf das Wesentliche.
Ich könnte ausrasten wegen dem was da gerade in der Firma abgeht. Jetzt kann man sie wirklich Saftladen nennen. Ein megafettes neues Produkt mit dem ab März auf den Markt gegangen werden muss, steckt jetzt noch in den Kinderschuhen, den Vertrieblern an der Front hält man von oben Informationen vor und ich schätze, das ganze Ding wird mächtig vor die Wand fahren. Ich gehöre zu denen da vorne an der Front und ich kenne mehr Interna als viele andere. Ich möchte behaupten dass ich das ganze Ausmaß des Dramas abschätzen kann. Es ist schrecklich. Andere Baustellen die ähnlich stark krass sind tun sich als Nebenkriegsschauplätze auf. Ich schwanke noch zwischen Reinhängen und Mithelfen dass das doch noch alles klar geht (würde in den Krieg ziehen bedeuten, wobei meine Siegeschancen recht hoch stehen, da ich mich in der Materie besser auskenne als die, die dafür gerade verantwortlich sind), betriebsbedingt kündigen (nach dem Motto: in diesem Betrieb kann ich nicht mehr arbeiten) oder einfach noch mehr Arbeitszeit mit pinterest zu verbringen und einfach denken: scheiß drauf, Gehalt kommt so oder so pünktlich. Noch dazu niedriges Gehalt. Ich übe mich an der letzten Variante...
Die Pflegefrau reist morgen ab. Ich werde nachmittags zu meinem Elternhaus fahren und versuchen sie gebührend zu verabschieden. Sie ist einfach klasse. So eine finden wir nicht noch mal. Mein Vater hat sie vergrault und heute wurde mir klar, dass er genau deswegen schlecht gelaunt ist, weil er eben weiß dass er Schuld ist dass sie gekündigt hat, das aber nicht zugeben kann. Ein "tut mir leid" wird nie aus seinem Mund kommen. Ich schwanke zwischen dem großen Eklat ("Du bist Schuld dass sie gekündigt hat. Wenn du nicht mehr in der Lage bist Mama hier einen entsprechenden Rahmen zu bieten und das nicht einsehen möchtest, sehe ich mich gezwungen andere Wege zu gehen"...) und einer Haltung nach dem Motto: Liebe mich dann man meisten wenn ich es am wenigsten verdient habe, denn dann habe ich es am nötigsten (ich weiß, er leidet, an seinem Leben). Ich werde mich für Letztere entscheiden müssen, einfach schon in Hinblick auf die letzte Lebensphase meiner Mutter. Wenn man das überhaupt noch Leben nennen kann....es tut weh.......verdammt......
Habe den Lieblingskollegen heute wahrscheinlich schwer verunsichert. Beim zwischen Tür und Angel Telefonat mit einem anderen lieben Kollegen von weiter her kam heraus, dass er und der Lieblingskollege im Apartment im Haus des Chefs nach der Weihnachtsfeier übernachten kann (Lieblingskollege kommt auch von weiter her, Weihnachtsfeier findet in meiner und des Chefs Stadt statt). Als ich später mit dem Lieblingskollegen telefonierte, erzählte er mir von dieser Option, und dass er noch keine Rückmeldung hätte ob das jetzt klar ginge. Doch geht klar, sagte ich, ich hätte diese Info erhalten, hätte aber direkt abgewunken dass das nicht nötig sei weil der Herr Lieblingskollege bei mir übernachten würde. Der Lieblingskollege stockte am Telefon. In echt hatte ich beim Telefonat mit dem lieben Kollegen von weiter her nur ein kurzes "och schade" aus Versehen herausgeworfen und dann aber direkt ein "ja das ist ja klasse dass ihr bei ihm schlafen könnt" angeschlossen. Der liebe Kollege von weiter her ist jedoch schlau und hat das spontane "Schade!" gecheckt, ging aber gentlemanlike darüber hinweg. Jedenfalls denkt der Lieblingskollege jetzt tatsächlich, dass ich laut und offiziell gesagt hätte, dass er bei mir übernachten wird. [Kurz Bier beim Nachbarn organisieren, aber tbc]