Sonntag, 10. Februar 2013
Es ist nicht die Angst dass ich keinen mehr finde sondern vielmehr die Angst dass mich keiner mehr findet. Ich könnte mich noch auf jemanden einlassen, aber auf mich lässt sich keiner mehr ein. Meine Seele viel zu kaputt, viel zu verkorkst. Egal wie fit ich bin, egal wie viel ich geackert habe - letzten Endes bin ich doch einfach kaputt. Viel zu früh viel zu fertig. Viel zu früh auf zu viele Herausforderungen eingegangen. Viel zu früh zu viel gegeben. Alles vergeben. Keine Vorstellung mehr davon, dass noch was gehen würde. Den Rest einfach mit Würde tragen. Völlig verzweifelt, mitten in der Nacht. Das Date morgen vielleicht einfach absagen, die Zeit vielleicht einfach besser alleine nutzen. Hoffnung aufgeben, dann bleiben mehr Freiräume für andere Lösungen. Einfach alleine das Leben genießen, eine Runde noch. Wo keine Hoffnung ist, sind auch keine Enttäuschungen.

Samstagsnachts einfach zusammenbrechen. Dann, wenn endlcih Stille ist, wenn endlich Ruhe ist, für ein paar Stunden.

Völlig verzweifelt.



Mittwoch, 6. Februar 2013
Gestern Abend bin ich irgendwann weinend eingeschlafen, heute morgen weinend aufgewacht. Heute reiße ich mich zusammen, ich kann nicht noch einen Tag so schlecht aussehend ins Büro gehen. Mir gehts schlecht, aber mir ging es auch schon schlechter. Aber es ist schwer, ich bin sehr dünnhäutig. Es ist gerade einfach mal wieder alles zu viel.



Dienstag, 5. Februar 2013
Just ftr: fünfhunderteuro aufs Sparkonto überwiesen. Urlaube für dieses Jahr wollen geplant werden. Viele Urlaube. Viele gute Urlaube.



Ich habe vergessen aufzuschreiben was Samstag passierte. Samstag Mittag war ich in meinem Elternhaus, mein Elternhaus in dem ich immer mehr Gast, immer mehr Fremde werde. Ich finde mittlerweile nicht mal mehr die einfachsten Haushaltsgegenstände und muss Fremde fragen. Mein Vater war nicht da. Es war Samstag. Samstags war mein Vater nie da. Samstags geht mein Vater auf Tour. Keiner weiß was er Samstagsvormittags mit Nachmittags macht, er geht in die Stadt, oder einkaufen oder whatever. Früher brachte er meiner Mutter danach immer Blumen mit. Männer die Blumen schenken haben ein schlechtes Gewissen. Ich glaube er geht letzten Endes nur bei Tschibo einen Kaffee trinken. Aber wer weiß das schon. Jedenfalls war er nicht da und als ich ihn später kurz auf der Einfahrt traf als er parkte und als ich ging, schaute er mich traurig an und meinte, ich hätte ihn doch auf dem Handy anrufen können, das ich da sei.
In meinem Elternhaus hing ich mit der Pflegepolin und meiner Mutter ab. Die aktuelle Pflegefrau raucht, das ist gut, so kriege ich sie immer in ein kurzes gutes Gespräch, eben draußen beim Rauchen. Und dann gab es den Moment, in dem ich alleine war mit meiner Mutter. Ich flüsterte ihr ins Ohr wer ich bin und sie checkte mich. Manchmal erkennt sie mich nciht, dann, wenn einfach zu viel los ist dort in diesem Haus, aber wenn es relativ ruhig ist, und ich gut zehn Minuten alleine mit ihr habe, dann erkennt sie mich und ich spüre das sofort. Ich sage ihr dass das nicht schlimm sei wenn sie nichts sagen könnte, und nehme sie feste in den Arm, umarme sie feste, fasse ihre Hände, flüstere ihr Worte nur zwischen uns zu. Sie schaut mich an mit ihren blauen Augen als möchte sie mir alles sagen, aber es geht nicht. Ich umarme sie nochmal feste und als meine Wange ihren Mund streicht, nimmt sie schnell die Gelegenheit mir einen Kuss zu geben.

Manche meinen, ich spinne, die erkennt doch keinen mehr! aber ich spüre das wenn sie mich erkennt und mir ein Zeichen geben möchte. Ich habe keine Kinder und kann nicht behaupten dieses Mutter-Kind-Gefühl zu kennen, dieses wenn man als Frau einfach gerade weiß wie das Kind fühlt und so, dieses die Mutter am Telefon haben und sie hört nur bei einem "Hallo" das irgendwas nicht stimmt, nein, aber ich kann behaupten dass ich weiß dass dieses Gefühl im Extremfall auch genauso umgehkehrt funktioniert.

Die aktuelle Pflegefrau ist im ähnlich alt wie meine Mutter und hat zwei Töchter. Das ist der Grund warum wir uns gut verstehen. Mein Vater sieht nur die ungebügelte Wäsche.



Meine Mutter war sehr liebevoll. Und streng dabei. Genau das ist es, was sie ausgemacht hat. Für alles Verständnis aber den gesunden Blick dafür, wenn es schlicht weg lächerlich wurde.



Meine alten webblogs waren schöner, da sortierter. Hier ist nichts mehr sortiert, hier wird nur noch wild runtergeschrieben. Einfach nur noch runtergeschrieben. Was ich gerade so denke, was ich gerade so fühle. Ein posting könnte fünf Themen zugeordnet werden, ein Gefühl jagt wild das nächste.

Ich möchte was schreiben über den jungen Mann der kreatives Schreiben studiert und es scheint mir zu anstrengend, da ich es doch mit den anderen Texten über ihn verlinken müsste, einfach nur, damit man - und letzten Endes ich - hier noch mitkommt.

Und über die Arbeit möchte ich schreiben, wie viel ich arbeite und wie erfolgreich ich bin und das dabei aber noch gar nicht klar ist, wie viel Tinte dabei - letzten Endes für mich - bei rumkommt.

Und über die Müllsituation. Dass ich einfach nur noch zwei Tage habe um den Müll nach dem verlorenen Geschenk meiner Mutter zum Suchen übrig habe. Und und und.