22.6. ist heute schon. Je glücklicher ich bin, desto schneller vergeht die Zeit.
Und ich kann nicht mehr schreiben, weiß nicht wo und wie ich anfangen soll, und genaugenommen auch gar nicht womit oder überhaupt. Über ihn will ich schreiben, über uns. Und es lässt sich kaum in Worte fassen.
Ich habe die alten Kollegen auf einer Feier getroffen. Der alte Chef umarmte mich feste zur Begrüßung. Am Ende fand ich, dass ich zu viel getrunken hatte.
Reiseführer liegen vor mit. Drei Wochen Urlaub ab Mitte Juli.
Ich habe eine neue Mütze. Das ist gut. Ich hatte lange keine mehr.
overloaded am 22. Juni 14
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Geburtstag meiner Mutter, schwerer Tag.
Schon seit ein paar Wochen, seitdem die Pflegefrau aus dem (Heimat-)Urlaub zurück ist, habe ich gespürt dass die Stimmung in meinem Elternhaus miserabel ist. Schon seit ein paar Treffen dort halte ich es kaum aus. Heute richtig übel: es wird nichtmals mehr zusammen gegessen. Zwei Welten vegetieren dort parallel: einerseits mein Vater und die Dicke, andereseits die Pflegefrau und meine Mutter. Es ist schrecklich. Oder vielleicht vielmehr:
Ich empfinde es als schrecklich.
Mein Vater regt sich auf, dass die Pflegefrau um drei Uhr nachmittags kocht, ein riesen Theater, Telefonate mit der Pflegefrauenvermittlungsagentur, blablabla, ich kann das alles überhaupt nicht wiedergeben, das ist wie absurdes Theater. Er will Regeln, aber eigentlich auch nur wenn er da ist, und er ist immer weniger da, er verreist mal eben ein Wochenende, er ist nonstop unterwegs, plant eine Woche Urlaub in der die Pflegefrau alleine mit meinr Mutter bleiben soll usw. Er will Struktur, hält aber nur die Struktur, dass die Pflegefrau Dienstags frei hat, ein - das wars. Er spürt dass was schief läuft, checkt aber nicht dass es auch an ihm liegt. Meine Mutter hängt auf halb acht im Rollstuhl, spürt genau die Stimmung. Ich schicke nur noch Stoßgebete in den Himmel, dass sie es nicht allzu sehr spürt. Die liebe Arbeitskollegin von früher war mal sehr schwer krank, in der Schwangerschaft, mit kurzzeitiger Erblindung und so, und sie meinte mal, dass wenn man so schwer krank ist, das Umfeld zwar spürt, auch was da abgeht, aber dass man sehr sehr sehr mit sich selbst beschäftigt sei und alles drumherum auch einfach ausblendet, ausblenden kann, ausblenden muss. So hoffe ich für meine Mutter. Drei Kreuze dass ihr Kopf krank ist und nicht "nur" der Körper und man noch alles mitbekommt. Nach wie vor: man kann mich (ebenfalls) für bekloppt erklären aber ich spüre: sie erkennt mich. tbc in a minute.....