Samstag, 2. Januar 2016
Was ist, wenn ich dich nicht erkenne?, frage ich in ernster Sorge ihn nicht zu erkennen. Ich werde dich erkennen, antwortet er in meiner Erinnerung.

Ich sitze tagelang in Vorträgen und workshops, komme mir plötzlich ganz klein und inkompent vor - alle scheinen noch viel mehr drauf zu haben als ich, und ich hatte in den letzten ein zwei Jahren doch das Gefühl, ich spiele ganz oben mit. Nach und nach erkenne ich Fassaden, alles Fassaden, die Nuancen erkennen nicht viele. Ich treffe zwischendurch die alte Studienfreundin, die in der Stadt des Kongresses lebt und fühle mich besser. Und diese ganzen vier Tage dort sind sehr aufregend. Es ist noch ein letztes Mal warm in diesem Jahr. Ich hätte nicht den Wintermantel einpacken sollen. Vielmehr sitze ich mit TShirt in der Sonne.

Es war aufregend als wir uns das erste mal trafen. Ich weiß noch wie ich im Zug saß um zum ersten Treffen zu fahren und wir uns dort am Bahnsteig treffen wollten. Und dann, jetzt, kurz bevor wir uns wiedertreffen, überkommt mir eine ähnliche Aufregung. Konnte ich dem englischen Vortrag erst gut folgen, gehen jetzt meine Gedanken in die Erinnerungen an das erste, zweite Treffen, an die Gespräche, an die Abende. Gefühlt gab es eine Zeit, eine Phase, die wir einfach miteinander verbrachten - wie auch immer.

Ich husche während des Vortrags aus dem großen Saal raus, richtung Garderobe um meinen Wintermantel zu holen, erhasche ich einen Blick nach draußen vor die Tür und sehe ihn dort stehen. So wie immer. Nur mit Brille. Aber er steht dort einfach so wie er so rumsteht. So mitten auf einem Platz, nichts erwartend, alles gebend, in seiner offenen Art steht er einfach so rum. Ich kenne nicht viele Menschen die einfach so in voller Größe rumstehen können. Manche schauen beschämt rum oder stehen am Rand des Platzes oder sonst was. Er kann einfach mitten auf einem Platz freundlich rumstehen, ohne was zu wollen oder zu nehmen. Wie gesagt, er kann einfach rumstehen. Und so steht er da. Mit Brille. Nun ja, das alter geht auch an ihm nicht vorbei. Und die Haare sind auch grau geworden. Ich habe übrigens auch graue Haare, aber man sieht sie nicht weil die blonden Locken von allem ablenken ;-)

tbc



Jetzt endlich mal wieder schreiben! Nur wo anfangen. Womit. Und wie.

Die stressige Zeit auf der Arbeit hielt länger als drei Wochen an. Wir haben uns bereits an den neuen, schlechten Zustand meiner Mutter gewöhnt. Ich war geradde zwei Wochen in der Sonne. Ich habe einen LAuftrag für nächstes SoSe angeboten bekommen. Wir kaufen ein Schloss.



Sonntag, 18. Oktober 2015
Heute ist übrigens der Tag meiner Eltern. Ich weiß das Hochzeitsdatum nicht, aber ich weiß das Datum von heute. Ihr Kennlerntag. Auf diesem Herbstfest. Wo meine lieben Großeltern mütterlicherseits sich gefragt haben, mit wem sie da eigentlich die ganze zeit tanzt. Das war wohl 1965 oder so ähnlich. Und dann sagte beim Tanzen meine Mutter zu ihm: stell dir vor die spielen jetzt hier satisfaction! Und mein Vater kannte es nicht. Und sie fand ihn trotzdem gut. (und sie datete eigentlich schon einen anderen Typen der schon ein Auto hatte. Hat sich dann aber irgendwie doch für meinen Vater entschieden).

Mein Vater ist aus heute abend, kegeln mit der dicken in einer anderen Stadt. Sehen wir uns denn morgen, wann kommst du zurück?, frage ich. Ich bin morgens wieder zu Hause, antwortet er. Bei allem: er lebt sein ding aber er lässt sie nicht im Stich. Ich weiß nicht was das für ein Abkommen zwischen den beiden war, aber es ist stark und es hält verdammt nochmal an.



Und ich schreibe immer weniger auf....
Letzte Woche war Ausflug von der Firma, alle nahmen Kinder und Familie mit, ich nahm den kleinen Sohn von den Freunden mit den Kindern mit und es war so klasse! Und klasse ist auch das Kleid was ich gekauft habe für die Hochzeit der Lieblingsfreundin. Und klasse läuft auch alles mit den herzmann. Und auch der Umgang zw meinem Vater und mir. Und meiner Mutter geht es zunehmend schlechter. Und ich habe mich die Tage so betrunken, dass ich blau machen musste. Und so gehts irgendwie: manches gut, manches traurig. Und ich mache so mit und mir gehts so manchmal besser und manchmal schlechter und ich schlender so irgendwie duch und weiter duch mein Leben und dann komme ich doch immer wieder schnell auf den Punkt, an dem es mir gut geht, an dem ich gut mit mir bin.....



Sonntag, 11. Oktober 2015
War aus, war tanzen. Möchte darüber aufschreiben, bin aber zu fertig. Morgen scheint das erzählenswerte nicht mehr echt.


Mal sehen wie die Story von heute morgen aussieht....die Musik, die Mädchen, der Junge, der Kuss, das Gefühl.

Schlafen------