Mal einfach Tagebuch schreiben.

Heute sah ich besser aus als gestern, denn gestern Abend habe ich nicht so viel getrunken wie vorgestern. Dennoch sehe ich nicht mehr gut aus. Das alles hinterlässt Spuren. Und mir überkommt die Angst, dass diese Spuren nicht spurlos an mir vorübergehen. Die Kollegin meldet sich krank, ich arbeite für zwei und der Chef macht auch nur den Eindruck, als würde er gleich anfangen zu weinen.

---------Ich kann diesen Tagebuchmodus garnicht-----------

Ich arbeite. Ich checke mein Handy. Der Typ schreibt, der Typ will mich treffen, der Typ checkt nicht dass ich gerade wirklich nicht kann. Die Woche ist hart. Das We beinhaltet drei Tage Fortbildung am Stück. Vorher gefühlte eine Mio Termine (schwierige) auf der Arbeit abreißen. Auch abends. Ich komme nicht mehr mit, alles zu viel, alles zu viel. Ach wäre ich doch nicht mit ihm neulich ins Bett gestiegen, ach wäre mir doch nicht immmer alles zu viel, ach ach ach, alles zu viel, ich brauche Urlaub, ich muss weg, ich will weg, ich gehe nicht weg, ich sitze non stop im Auto und höre Musik wie damals, Ende der Neunziger, als man noch dachte, die Beats können nicht mehr fetter werden und ich schalte um aufs Radio und höre nur noch bling bling, deine Augen machen bling bling und alles ist vergessen-------------------alles zu viel, alles viel zu viel




und der Beat ist so fat und ich habe keine Adresse mehr wie früher wo ich einfach einkaufen, drehen und abschalten konnte.