Frau Novemberregen müsste man jetzt sein, dann könnte man für alle verständlich das heutige Drama mit der Frau Orthopädin und dem Nicht-Rezept für die Physiotherapie aufschreiben.

Mir bleibt nur ein in Bier getunkter und immer noch sehr wütender Kurzabriss, der wahrscheinlich unverständlich rüberkommt. Nun denn. Um es in direkt durchanalysiert in einen Satz zu bringen: die Frau Doktor Orthopädie hat einen Schaden, die Frau hat ein Egoproblem, die Frau gehört genau zu den Frauen, die nicht mit mir können. Ja, diese Akademikerinnen, die fühlen sich von dir provoziert!, erwidert der Coach beim Training als ich ihm völlig agressiv davon erzähle. Nebenbei pumpen wir doppelte Gewichte, er legt mir das doppelte auf, weil Fräulein deutsche Meisterin direkt neben uns trainiert und er sich herausgefordert fühlt. Selbstverständlich stemme ich die doppelten Gewichte als wären es die halben. Kämpfernatur, haha! Kämpfernatur, haha. Dafür möchte ich keine Medaille. Vom Zähnezusammenbeißen ist mein Kiefer schon kaputt. (tbc in a minute)




Frau Orthopädin fragte mich heute, was mich zu ihr führe und ich antwortete ganz klar und direkt, dass ich nun ein Rezept für Physiotherapie bräuchte. Als sie einfach nur stumpf "warum?" fragte, dachte ich mir schon, dass ich anscheinend in einen falschen Film geraten sei. Hatten wir doch Anfang des Quartals abgesprochen, dass der Fuß noch ein bißchen mehr ausheilen muss bis ich mit Therapie anfangen kann und hatte uns doch das mrt-Bild gesagt, dass da eindeutig mehr als ein kleiner Bänderanriss vorliegt (sämtliche Bänder und Kapseln gerissen inkl Haarriss im Knochen) und ich hatte damals, Anfang Okt, Anfang des Quartals doch noch deutlich meine Sorge genannt, dass in ein paar Wochen das Rezept doch dann Probleme bereiten könne eben wegen weiten Quartalsfortschritt und ich hatte auch deutlich gesagt, wie wichtig für mich ist dass der Fuß wieder ok wird, wie sehr Sport mein Ausgleich ist blablabla - ich kann die ganze Diskussion jetzt gar nicht weiter ausführen, jedenfalls war heute ihr Standpunkt, dass mein Alltag ja nicht beeinträchtigt sei und sie kein Rezept vor der Krankenkasse rechtfertigen könne, und dass es völlig ok sei, wenn ich nach drei Monaten ohne Schiene noch nichts könne und so weiter und so fort............ORrrrrrrrrrrrrrrrrrrr, ich bin beim besten Willen nicht der troubleshooter, aber das wird ein Nachspiel haben.

Immer noch zu wütend um den ganzen Sachverhalt vernünftig aufschreiben zu können.

Ich kann keine fünf Schritte sprinten, ich habe probiert ohne Schiene bis zu Tanke zu laufen, ich wusste kaum zurück nach Hause zu kommen, ich kann ohne Schiene nicht schlafen, weil der Fuß nicht weiß wie er liegen soll und am nächsten Morgen so angeschwollen ist, dass ich eine Stunde kühlen muss bis ich wieder auftreten kann, ich hatte die Schiene neulich sogar beim Sex angelassen - äh. ...Also der Fuß ist fertig. Der Fuß heilt nicht. Die Heilung stagniert. Der Fuß schreit mich förmlich an, dass er nicht funktionstüchtig ist. Und ich kann mir gerade nicht vorstellen, wie ich mit dem Fuß irgendwann ncohmal laufen soll. Ich bin Anfang/Mitte dreißig. Ich werde mich nicht damit zufrieden geben, dass dieser Fuß den Rest meines Lebens nicht mehr voll funktionsfähig ist. Koste es was es wolle. Ich bin eigentlich nicht der Streittyp aber die Frau Orthopädin kriegt noch einen drauf.......hier gehts nicht um Zickenkrieg, hier gehts darum, dass ich im Frühling wieder zehn km locker runterlaufen kann. Und das will ich den Rest meines Lebens tun können.

Argh. Ich fühle mit Ihnen (dabei bin ich neulich nur paar Tage lang rumgehumpelt mit zwei sehr gestauchten und sonstwie malträtierten Zehen). Aber meine Erinnerung an die zwei Sprunggelenk-Geschichten in meiner Jugend ist noch frisch.

Einerseits möchte ich Ihnen ja zur Geduld raten, aber vielleicht erkundigen Sie sich ja doch mal, ob eine sogenannte operative Bandplastik auch heute noch (und unter Ihren Voraussetzungen) sinnvoll sein könnte.

Ja, Fakt ist einfach, dass ich eine weitere fachmännische Meinung brauche.
An das Rezept für Physiotherapie komme ich über den neuen Lover einer Freundin. Er ist Orthopäde und hat seine Praxis am anderen Ende der Stadt. Ich habe ihn noch nicht kennengelernt. Er hat meinen mrtbericht gelesen und gesagt, dass das eine echt krasse und untypische Verletzung ist und dass ich mit Physiotherapie anfangen soll. Es ginge heutzutage bei Physiotherapie nicht mehr um die und die Bewegungsübungen, sondern vielmehr darum, dass man mit bestimmten Massagen etc Mikroprozesse im Fuß ankurbelt. Ich muss der Freundin nur meine Krankenkassekarte und zehn Euro geben, dann erhalte ich in Kürze das Rezept. Aber vielleicht treffe ich ihn einfach oder setzte mich einen Vormittag in sein Wartezimmer und lasse mir von ihm den Fuß nochmal begutachten. Die beiden sind jetzt erst mal übers We verreist, aber ich kümmere mich direkt Anfang der Woche darum.

Dennoch ärgert mich die Sache mit der Frau Orthopädin. Ihre Argumentation lautete, dass mein Alltag ja nicht eingeschränkt sei und dass das eben normal sei, dass der Fuß noch anschwillt und zwischendurch schmerzt. Anfang des Quartals war ich bei ihr und nach dem mrtbild meinte sie, dass es noch zu früh für Physiotherapie sei, erst noch weiter ausheilen lassen. Ich sagte ihr damals dass ich Sorge hätte dass wir dann ein Problem mit dem Rezept bekommen da weiter Quartalsfortschritt, nein nein, erwiderte sie, wir notieren das jetzt direkt. *kotz