Wow, bin ich stark. Das ist ja echt unglaublich. Ich gehe auf dem Zahnfleisch, keine Frage und ich werde dieses Pensum auch nicht lange durchziehen können, aber Abspannen ist in Sicht.
Wenn alles ganz schlimm hart auf hart kommt, kann ich einfach funktionieren. Und ich bin mittlerweile richtig gut darin geworden. Als ich gestern merkte, dass es jetzt mal echt gerade alles zu viel ist, rief ich den Chef an und reichte für heute einen halben Tag Urlaub ein. War kein Problem. (Warum musst du Urlaub einreichen? Du hast doch genug Überstunden..., merkt die liebe Kollegin an...). Also nach fünf Stunden aus dem Büro abgehauen, im Auto spontan eine kurzfristige Lösung für die Pflegefrau gefunden: Bierfreundin (Lehrerin, also ab mittags zu Hause) angerufen, vorbeigefahren, zufällig war Essen fertig, erst mal runtergekommen und das ganze Drama erzählt, dann dvd´s ausgesucht, kurz nach Hause, kurz zum Zahnarzt (meine Zahnhälse liegen alle frei und werden jetzt jeden zweiten Tag mit irgendeinem Zeug behandelt - kommt vom Zähnezusammenbeißen), dann bei meinen Eltern vorbei, der Pflegefrau die dvd´s gegeben. Dann weiter zur Fortbildung. Eine halbe Stunde zu früh angekommen. Auto noch mal richtig aufgeheizt, geparkt, Sitz zurück, Wecker gestellt, Schal über die Augen, fünfzehn Minuten sowas wie geschlafen, eher einfach nur eingekuschelt entspannt - herrlich. Habe ich zum ersten Mal heute gemacht. Mein Chef macht sowas öfter. Ist ne gute Sache, kommt aber doof wenn man keine Standheizung und keine Decke im Auto hat. (Notiz: Decke ins Auto legen, sind doch genug im Schrank). Mich auf der Weiterbildung bei der Eingangsfrage, wo man sich schon mit seinen Kompetenzen sieht verdammt hoch eingestuft, intensiv aktiv mitgearbeitet, in der Pause ins Cafe gegangen, gute, heiße Suppe gegessen, weitergemacht, mit kleinem Bruder von meinem Vater (Patenonkel) hinterher noch gesprochen, nach Hause gefahren. Jetzt Bier. Morgen evtl um sechs aufstehen um zu meinem Elternhaus zu fahren und Schnee zu schippen. Lieber Gott, ich ziehe das alles durch und beiße die Zähne zusammen, ist schon ok, aber bitte morgen früh kein Schnee. Und Sonntag bitte auch nicht. Danke.




Morgen früh also Wecker auf sechs, evtl Schnee schippen fahren, um zehn in der Nachbarstadt bei der Fortbildung sein. Dort dann schon vor Ende gegen Nachmittag abhauen, zur Pflegefrau, diese ein bißchen betüddeln, unterhalten, whatever, Mutter kuscheln, weiter Richtung zu mir, Geschenk einpacken (schaffe ich vielleicht schon morgen früh), ab in die Stadt, dort Bierfreundin plus zwei weitere Freudinnen treffen, Geb der Bierfreundin nachfeiern. Sonntag dann evtl wieder um sechs aufstehen und Schnee schippen, ansonsten ausschlafen, bei Pflegefrau vorbeifahren, dann zum Sport, dann Fussball gucken. Sauna wäre auch gut, aber Fussball ist Sonntag besser. Mein Wellness, meine Entspannung ist die Wärmflasche mit der ich gleich ins Bett falle.

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