Meine alten webblogs waren schöner, da sortierter. Hier ist nichts mehr sortiert, hier wird nur noch wild runtergeschrieben. Einfach nur noch runtergeschrieben. Was ich gerade so denke, was ich gerade so fühle. Ein posting könnte fünf Themen zugeordnet werden, ein Gefühl jagt wild das nächste.
Ich möchte was schreiben über den jungen Mann der kreatives Schreiben studiert und es scheint mir zu anstrengend, da ich es doch mit den anderen Texten über ihn verlinken müsste, einfach nur, damit man - und letzten Endes ich - hier noch mitkommt.
Und über die Arbeit möchte ich schreiben, wie viel ich arbeite und wie erfolgreich ich bin und das dabei aber noch gar nicht klar ist, wie viel Tinte dabei - letzten Endes für mich - bei rumkommt.
Und über die Müllsituation. Dass ich einfach nur noch zwei Tage habe um den Müll nach dem verlorenen Geschenk meiner Mutter zum Suchen übrig habe. Und und und.
Alles scheint schlimmer, verworrener, aber ich fühle mich gar nicht so. Ich fühle mich klarer, jeden Tag klarer. Das muss das sein wovon all die Erwachsenen immer sprachen, davon dass man immer mehr durchschaut und dadurch einfach ruhiger wird. Der Preis rechnet sich in Falten. Und mein Blick in den Spiegel wirft mir einen extremen Alterungsschub in den letzten Wochen vor. Das sind doch Lachfalten, sagt man mir am Tresen beim Fußballgucken, das sind doch Falten die man nur sieht wenn du lachst.