Der neue Job ist so geil, dass nichtmals pms mich von einem erfolgreichen Arbeitstag abhält. Es ist so unglaublich! Alle sind nett und kollegial und - witzig. Der Humor ist so direkt und trocken. Jemand sagte mal, er messe Intelligenz lediglich an dem Verständnis von Humor. Jetzt fällt mir ein: ja, das Intelligenzniveau ist um einiges höher als es bei den Kollegen in der alten Firma war.
Die Fahrerei ist übrigens halb so wild. Wenn ich morgens zeitig losfahre und zeitig Feierabend mache (und das macht man da ganz selbstverständlich) kann ich so durchfahren ohne Stau. Höchstens mal kurz zähfließener Verkehr für ein paar Minuten.
Dennoch steht pms gerade an der Tagesordnung. Ich bin total geschafft, könnte vor acht ins Bett gehen. Beim Besuch meiner Mutter kann ich die Tränen kaum zurückhalten. Ich mag niemanden abends treffen oder sprechen. Alles tut weh. Ich bin hundemüde. Gut könnte ich mich jetzt in die Partnerlosigkeit oder Krankheit meiner Mutter oder Familiendrama oder oder oder reinheulen, aber dazu bin ich einfach zu müde.
Das schlimmste für mich mit meiner Mutter ist, dass sie sich nicht mehr artikulieren kann. Ich meine nach wie vor zu spüren wenn sie mich erkennt (oder erkennt dass ich jemand bin, der ihr sehr sehr nahe ist) und sie versucht auch manchmal was zu sagen, aber ich verstehe sie seit einiger Zeit fast gar nicht mehr. Sonst konnte ich immer schnell zusammensetzen was sie sagen wollte, selbst wenn keiner etwas verstand, aber das klappt nicht mehr. Ich habe Angst dass sie mir was mitteilen wollte, was sie traurig macht oder so. Dass sie schmerzen hat. Oder Heimweh. Oder dass sie sich dort extrem unwohl fühlt. Oder dass sie Angst hat. Oder oder oder.....