Ich schäme mich ob des vulgären Tonfalls den ich hier beim letzten posting an den Tag gelegt habe. Und nach wie vor: es fühlt sich an als stünde hier nur noch kuddelmuddel, irgendwelche Momentaufnahme, völlig zusammenhangslos runtergeschrieben.
Nun denn, was solls. Eine erzählenswerte, konkrete Story wäre gut, irgendwas mit einem verunglückten Versuch Wimpern selbst zu färben oder so, aber es ist gerade nunmal einfach eine große - und dabei recht glückliche - Suppe am Start. Dieses Glücksgefühl seit dem neuen Job, ja wie ein neues Leben, überschattet gerade jede kleine Story.
Ich tingel so rum in diesem Einarbeiten, in diesem in dieses neue Leben einleben, es ist so krass, so neu. Ich sage potentielle Verabredungen die zu Stories führen könnten ab, da ich einfach nur dieses neue Leben voll und ganz genießen möchte. Ich habe gerade kein Interesse an irgendwelchen Ficks, an Unmengen von Alkohol, an die Nächte durchtanzen, an Betäubung. Ich gebe zu: das dritte Bier ist auf und die Zyklusmitte begünstigt Gedanken an hemmungslosen Sex und sicherlich ist das line-up morgen abend zum Nacht-durchtanzen predestiniert, keine Frage. Aber ich genieße gerade einfach nur dass ich unendlich dankbar bin für diese neue berufliche Ausrichtung. Es hört nicht auf hervorragend zu sein. Jeder Tag auf der Arbeit potenziert diesen Sechser im Lotto. Ich habe richtig Angst aufzuwachen und festzustellen dass es nur ein Traum war.
Bei mir läuft keine Deprimucke mehr. Und das Bier läuft unter der Woche auch nicht mehr als käme es aus dem Wasserhahn. Der neue Job ist so klasse, da möchte ich gern ausgeschlafen und topfit hinfahren. Apropos fahren. Ich reiße fünfhundert km die Woche runter. Wie viel Angst hatte ich davor und wie selbstverständlich fühlt es sich schon nach wenigen Wochen. Das Auto ist mir übrigens doch nicht so dankbar dafür. Ich glaube es macht den Winter noch mit, aber dann wird Ersatz her müssen. Klar hält der Wagen noch gut auf der linken Spur mit, aber ich merke doch, er hat sein Alter erreicht.
Gestern saß ich mich meinem Versicherungsfritzen zusammen (ein alter Schulfreund meines Vaters) und es wurde klar, dass ich gut was zusammengespart habe, ein neues Auto ist nächstes Jahr auf jeden Fall drin. Ich brauche ein dickes Auto, dick im Sinne von Sicherheit. Meine Strecke ist extrem unfallreich. Ich sehe täglich mindestens einen...Ich bin erleichtert seit gestern, seitdem ich weiß, da liegt gut Geld bereit für sowas.
Und überhaupt: es fühlt sich an als würde sich jetzt schritt für Schritt alles zum Guten wenden. Da kam jetzt erst endlich der obergeile Job, die Baustelle Nr eins ist quasi bearbeitet und jetzt kommt peu a peu alles andere auf die Spur. Und ich stelle fest: ich habe für alles Vorabeit geleistet, da fällt nichts vom Himmel.
Wie sagte meine liebe alte Nachbarin: du hast die sieben mageren Jahre durchgestanden, jetzt kommen die sieben Fetten. Happy weekend allerseits.
overloaded am 12. Oktober 13
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