Ich habe zufällig ein callforpapers entdeckt, auf das große Lust habe. Das Thema passt perfekt zu meiner neuen Stelle. Abgabe Mitte Feb. Ich habe seit zehn Jahren nicht mehr wissenschaftlich gearbeitet oder geschrieben. Gestern morgen entdeckt, jetzt schon gedanklich gut druchstrukturiert. Machbar?




Ich vermisse den scheiß-Nerd-Ex der jetzt sofort gesagt hätte: ja sicher! Fang an! Genau dein Thema! Erzähl, was hast du dir schon überlegt? (Und dann lass es uns sechs Stunden am Stück durchdiskutieren und danach mit der Literaturrecherche beginnen).

Und nach der Themendarstellung hätte er gesagt: ich koche dann mal Kaffee....das wird ne lange Nacht....

Bin zwar nicht Ihr Ex und kann Ihnen auch keinen telematischen Kaffee kochen, sage es aber gerne: Was hält Sie noch ab? Ich mein, dass Ihnen keiner Kaffee kocht, wäre eine ziemlich schwache Ausrede dafür, erst gar nicht anzufangen, oder? ;-)

Was Herr Mark sagt. Also: Machen!

Ich werde anfangen, werde versuchen das Thema zu bearbeiten, aber ich habe einfach Angst, dass ich auf wissenschftlichem Niveau nicht mehr mithalten kann, dass ich nicht mehr einschätzen kann wie weit die Forschung in dem Themenbereich mittlerweile ist, was für Kritik kommen könnte. Angst, in einem solchen Kreis nicht bestehen zu können....In dem Bereich sind die wirklichen Koryphäen deutlich älter als ich....aber ich weiß auch, ich bin verdammt gut (in genau dem Bereich)...

Das Geile einfach: ich habe endlich wieder Kraft für sowas. Hatte ich lange nicht. Ich werde einfach anfangen. Je länger ich darüber nachdenke desto mehr Leute fallen mir ein, die mir ein professionelles Feedback in dem Bereich geben können. Ja, ich werde es einfach versuchen. Ich meine: bis Mitte Feb fließt noch viel Wasser durch den Rhein, da geht noch Einiges...