Wir haben uns heute berührt.
Lange und für mich inhaltlich schwere Projektbesprechung. Danach über alles andere Reden. Stundenlang. Irgendwann hängen wir auf Schreibtischstühlen ab, direkt gegenüber, ohne Schreibtisch zwischen uns, ich hänge eh durch, er ist müde, wir reden, unsere Unterschenkel berühren sich. Als sie sich nicht mehr berühren, schiebe ich mein linkes Bein wieder an sein Rechtes.
Das klappt nicht so einfach mit meinem Vorsatz, einfach glücklich zu sein, berichte ich ihm.
Ich weiß ich sehe schlecht aus. Bei einem Lächeln sieht das niemand, da ja eh kaum einer zwischen hübsch und schlecht aussehen unterscheiden kann. Er sieht mich an. Ich lächel nicht. Er sieht wahrscheinlich, dass es mir nicht gut geht. Ja, das ist ein Prozess wie du immer so schön sagst, erklärt der Ingenieur, das ist genau das, was du immer sagst, das kommt nicht über Nacht mit einem Paukenschlag, das muss wachsen.
Ich will ihn umarmen und spüren, verabschiede mich aber später nur mit Worten. Kurzes Date für morgen zwischen den jeweiligen Terminen steht.
Er geht krass ab mit uns, überstürzt aber nichts. Ich mag ihn. Und ich mag, dass er keine Mitte dreißig mehr ist. Ein junger Mann in der aktuellen Situation wie sie gerade zwischen uns ist, hätte längst alle darauf fokussiert, dass es zum dritten Date kommt, heute sah man zufällig auch noch meine Wäsche (roter Spitzenstring), weil die Hose rutschte beim Abhängen auf den Bürostühlen. Einer, der nicht abwarten könnte, weil jung, ----------------
ich gehe ins Bett. Alles gut, gute Nacht.
overloaded am 16. Januar 14
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