Das Auto ist mittlerweile repariert, die intensive Fortbildungswoche gefühlt schon sehr lange her und das erste lange gemeinsame Wochenende mit Trip ans Meer ist auch überstanden. Mir geht es nicht gut.

Das ist murx, wenn ich hier nicht aufschreibe.




Es fühlt sich an als wenn ich mich verliere, wenn ich hier nicht regelmäßig an meinem Platz am Küchentisch sitze und schreibe. Ich spürte das schon seit ein zwei Wochen, fand aber keine Ruhe. Vom Urlaub habe ich kaum aufgeschrieben, und es tat so gut V. wiederzutreffen. Die Fortbildungswoche war ebenfalls sehr intensiv. Und das letzte We mit ihm am Meer noch mehr. Und da kam zum Ende auch alles hoch. Ich, völlig verloren. Mich selbst verloren wie lange, sehr lange nicht mehr.

Den Freitag verbringen wir in einem kleinen, gemütlichen Ort. Den Irish Pub mögen wir direkt. Einen schönen Spruch lese ich dort: Hier sind keine Fremde, nur Freunde die du noch nicht kennst. Oder so ähnlich. Und so ist auch die Atmosphäre dort.
Städtetrip am Samstag. Wir kaufen zwar keine Diamanten, trinken aber den besten Kaffee ever, futtern Schokolade und eine sehr fettige Waffel.
Ich sitze gut in seinem Bus. Probiere verschiedenste Positionen wie ich die Beine hochlegen kann und zwischendurch gehe ich immer mal wieder nach hinten um irgendwas zu holen - ich mag das so sehr dass man nach hinten "gehen" kann (ich sogar aufrecht).
Sonntag dann irgendwo ans Meer. Seine Vorschläge auf der Landkarte kommen mir unpassend vor. Ich schlage einen Ort vor. Wir fahren hin. Angekommen entdecken wir zuerst eine Jakobsmuschel. Als wir uns von der Kirche wegdrehen erleben wir einen überfüllten, lauten Ort. Die Stimmung kippt. Ich fühle mich verantwortlich. Wir essen Pommes. Hängen rum. Fahren schließlich weiter zum Strand. Langer, weiter Sandstrand. Wir laufen fast eine Stunde. Mir geht es schlecht. Schon im Auto auf dem Weg zum Strand fühlte ich mich wie meine Mutter wenn schlechte Stimmung war. Irgendwelche alten Gefühle die nicht meine sind kommen hoch. Nichts geht mehr, totale Blockade. Verloren.