Manchmal überlege ich mir schon mal Todesanzeigen für meine Eltern. Quasi schon mal vorab damit ich damit keinen Stress später habe, wenn ich endlich zu Grunde gehe. Sie, werte Leser haben wahrscheinlich schon erkannt, dass ich nur für die gute Lebensidee meiner Eltern lebe. Sie und mein Psychologe ;-) Vielleicht ist das auch eine gute Therapie für mich, wenn ich jetzt schon mal abschließe.
Für meine Mutter hatte ich bisher immer irgendwas von Grönemeyer im Sinn, aber eben ist mir was neues eingefallen, was von lao tse: "Den Guten behandle ich gut, und den Nicht-Guten behandle ich auch gut, so erlangt er Güte." Ja, das passt, das ist stimmig.
Wohl oder Übel komme ich aus einer streng katholischen Familie (!) und ggf wird ein Bibelzitat die Anzeige einrahmen. Ich kann ncoh nicht einschätzen inwiefern ich dann Einfluss darauf haben kann. Hängt davon ab wer zuerst stirbt. Wenn meine Mutter zuerst stirbt, wird mein Vater vielleicht kurz blöd schauen wenn ich mit Grönemeyer oder Lao Tse ankomme, aber letzten Endes wird er mir wahrscheinlich die Wahl überlassen. Weil er weiß, dass er mit ihr end-verbunden ist, aber nicht an die enge Bindung rankommt, die ich zu ihr habe. Wenn mein Vater zuerst stirbt, habe ich frei Wahl, da stehe ich dann eh alleine da. Da weiß ich auch noch nicht genau. Mir schwebt sowas selbsterfundenes vor: "Wer ihn wirklich kannte, kannte sein großes Herz". Jedenfalls wird es bei ihm auf der Beerdigung einen Saxophonspieler geben der auf dem Friedhof erst traurige und dann später fröhliche Musik spielen wird. Naja, mal sehen.
OMG. Was geht hier ab. Nur noch Depritexte. Wird Zeit dass ich mal wieder einen Typen aufreiße und von heißen Nächten, Sex, Drugs & RockNRoll erzählen kann. Oder endlich die Tittenfotos ausm Urlaub poste. Letztendich: TGIF
overloaded am 15. Oktober 11
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Ich habe einfach wieder viel zu maßlos getrunken. Dieses maßlose Betrinken mit Ketterauchen. Mich fuckt die Arbeit so ab. Ich mache mir Gedanken darüber, warum ich mich so ankotzen lasse. Mir wird schlecht bei dem Gedanken, dass ich so mit mir umgehen lasse. Das war bei allen drei letzten Jobs so. Sicherlich habe ich Pech, erst mit Vorgesetzten, dann mit Kollegen, sicherlich ist das ein Saftladen, aber ich bin traurig über mich, weil ich mich nicht wegbewerbe, weil ich nicht selbstbewusst in Konflikte gehe, weil ich mich beruflich nicht weiterentwickel. Warum. Weil ich keine Kraft dazu hatte. Und jetzt fühlt es sich, als wenn es schon zu spät sei, als ich wenn ich schon so sehr von Arbeit abgefuckt bin, dass ich fast Angst bekomme, dass irgendwann bald der Punkt kommt, an dem ich gar nicht mehr arbeiten kann. Ich habe Angst richtig abzustürzen und unterzugehen.
overloaded am 14. Oktober 11
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Ich bin nicht der einzige Mensch für den der Sommer vorbei ist. Es leiden auch andere. Im weiten Internet lese ich, wessen Herz noch schmerzt.
Ich treffe die alten Kollegen, trinke ein zwei Bier...vielleicht auch vier oder fünf aber ich freue mich von Herzen, ich werde umarmt, man sagt mir wie gut ich doch aussehe, mir sieht man kein burnout an, ich strahle immer bestens. Wer mit mir raus rauchen geht, hört ein zwei Sätze von mir und checkt wie schlecht es mir geht. Am Tisch vor allen erzähle ich auf Nachfragen wie es um meine Mutter steht. Ich bette es in eine witzige Story, so dass die Zuhörer lachen können. Alle lachen, und dennoch zeigen alle, dass sie mitfühlen. Es ist als lachen alle mit, als möchten sie mir einen schönen Abend bereiten. Ich werde umarmt und es ist gold wert. Später kommt eine neue Kollegin hinzu, die neue Liebingskollegin meiner alten Chefin, man wird reserviert, ich gebe mich professionell nach den Bieren, lasse mir nichts anmerken und erzähle nichts mehr, was getratscht werde könnte. Ich kann auch nach ein paar Bieren noch professionell agieren. Mein Vorteil. Vertriebler halt.
Ich bin fertig, nach wie vor und ich schaffe es nicht ab morgen krank zu machen. Vielleicht Freitag...Udo Cello in Schleife....
Überlege meine Eltern am We einzuladen. Meine Mutter fühlt sich wohl bei mir (natürlich) und mein Vater würde sich freuen in meiner schönen gemütlichen Wohnung zu Besuch zu kommen, quasi als Beweis dass er irgendwas in seinem Leben gut hinbekommen hat, mich. Ich bin das was er gut hinbekommen hat, daran lässt sich prima ableiten, wie übel der Rest ist. So einen Trümmerhaufen wünscht man niemanden.
Schade dass die Freundin von früher die Wellness-Rattan-Betty-Ford-Klinik-Liege zurückhaben will. So ist das mit auslaufenden zwischenmenschlichen Beziehungen - plötzlich will man Geschenke zurück....soll sie es abholen...nur: meine Mutter hat sich immer gerne reingelegt, ich habe sie dabei in die Decke eingekuschelt, direkt an der Heizung. Sie friert seit Alzheimer immer. Mein Herz bricht, aber das kennen wir ja schon.
overloaded am 13. Oktober 11
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