Mir tuts endweh wenn es anderen schlecht geht. Das ist dann mal Weltschmerz, manchmal auch Familienschmerz. Ich bespreche das mit meinem Psychologen. Irgendwann schnauzt er mich an, dass ich mich jetzt zum Täter mache, ich hätte doch neulich schon gesagt, es sei so krass wie lange ich schon in Therapie sei, ich sei doch selbst Opfer dieser Familie.
Ja. Bin ich. Stimmt. Fast vergessen. Wie ich in Gegenwart meiner Familie den Kopf gegen die Wand im Esszimmer schlug weil ich es nicht mehr ausgehalten habe und es stand keiner auf um mich einfach in den Arm zu nehmen. Mehr hätte ich gar nicht gebraucht. Und das nicht nur einmal. Ich erinnere mich wie meine Mutter mal später hinter mir herkam in mein Zimmer, sich an mein Bett zu mir setzte, ich weinte ununterbrochen, und sie streichelte mich und weinte auch, weil sie das alles nicht mehr auffangen konnte. Wenn ich mich dann irgendwann einigermaßen beruhigt hatte, wenn alle anderen auch schon längst auseinandergegangen waren, verstört und irritiert durch meinen Ausraster, vielleicht wenn alle anderen außer mein Vater schon schliefen, verließ ich das Haus, traf Freunde, setzte mich in die Runden, sagte nichts, wartete auf den Joint und zog so lange, bis sich der Mantel der Betäubung um mich legte. Oft habe ich vorher stundenlang auf meinem Bett in meinem (wirklich tollen Dachboden-) Zimmer gelegen, geweint und mir gedacht, dass das bestimmt nicht gut ist für meinen Kopf, den so gegen die Wand zu schlagen. Betäuben betäuben, Fanta Lemon trinken, nach Hause fahren, einschlafen. Und morgen wurde kein besserer Tag. Es war der Horrortrip und ich bin froh dass ich damals kiffte. Ich war ein gutorganisierter Kiffer, ich hatte immer was am Start, ich hatte immer die besten Koneckis aber egal jetzt.
Mir tuts weh wenn es anderen schlecht geht. Die Bierfreundin erzählt mir von ihrem lieben Freund, wie sein Herz gefickt ist von einer Trulla. Die Perle hat echt ncihts drauf. Ich habe mir die Story angehört. Ganz übel. Schlechtes Mädchen. Wie billig sein Herz da gefickt wird. Ich kenne ich ihn natürlich. Das ist son Ding wenn man mit jemanden sehr gut befreundet ist, ist man per se auch mit den anderen engen guten Freunden verbunden. Es tut mir so leid für ihn. Die Perle ist ne Nullnummer. Aber sie fickt sein Herz. Mir tuts unendlich leid. Und mir tuts auch leid, dass da einer von den twitterjungsmännern so endverletzt ist. Und ich finds ekelig, dass das noch retweetet wird.
Ich komme nicht in den Schlaf. Die Augen sind klein und rot, vom Kranksein und vom Weinen. Alles soll raus. Das kommt gut, es läuft. Aber selbst dabei ist alles zu viel und ich komme nicht zur Ruhe. Noch vier Tage zu Hause. Das ist doch was, das sind doch Aussichten, damit kann man doch (nicht) arbeiten.
Ich sehe so wenig TV dass es mir fast richtig Spaß macht - jetzt wo ich krank bin - mal schön durchzuzappen. Aber nur fast. Es ist ja unglaublich wie viel Mist da läuft!!! Am erschreckensten fand ich heute Hannah Montana. Davon hört und sieht man ja seit Jaaahren, Mädchen sind Fans und an jeder Ecke gibt es die entsprechenden Fanartikel. Hannah Montana - ich konnte mir da nie was drunter vorstellen, irgendeine Figur die gerade bei Mächen in ist. Aber jetzt habe ich es gesehen. Schrecklich. Was für eine Scheiße wird da vermittelt! Sowas Hohles! Unglaublich! Plötzlich geht mir ein Licht auf woran die Teenies alle verdummen! Glee ist ja auch in aller Munde. Check ich als nächstes. Hoffe das weckt wieder meine Hoffnung in die Teenies von heute.
-------irgendwann bemühe ich mich hier mal wieder richtig....
overloaded am 18. Oktober 11
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