Donnerstag, 27. Oktober 2011
Und wenn es das Leben gut mit mir meint, treffe ich Till morgen. Ich werde morgen Abend so einige liebe Menschen treffen die ich lange nicht gesehen haben. Menschen, die mir zeigten dass ich was kann, dass mein Weg richtig für mich ist. Ich peppel mich auf, lackiere sorgfältig die Nägel, suche ein Outfit aus, plane die lange Anfahrt. Sie sollen nicht sehen wie schlecht es mir geht. Ich darf da nicht kaputt rüberkommen. Fertig ja, aber nicht kaputt.

Also Till wird wahrscheinlich und hoffentlich auch da sein. Ich werde nicht trinken. Einen Kontersekt, aber mehr nicht. Das wird natürlich schwierig. Aber ich werde cool und taff rüberkommen müssen. Till sieht mich als Konkurrenz. Ich lernte ihn kennen als er sich selbstständig machte und im Laufe des Tages erzählte ich ihm, dass ich auf kurz oder lang dasselbe vorhabe. Er sagte mir dass er in mir eine Konkurrentin sieht. Ich finde das ist eine sehr gute Ausgangsbasis für whatever. Also besser als Sex. Wobei...Till hat auch eine weite Anreise und man könnte dann ja sponatan ein Hotelzimmer nehmen..........(die guten Freundinnen würden genau jetzt mit dem Kopf schütteln und ausflippen).

Morgen twitter ich dann live: erstens kommt es anders und zweitens wie man denkt.

Es werden auch ein paar lesbige (!) Frauen da sein. Mit Partnerinnen. Diese Partnerinnen kennen mich bisher höchstens vom Erzählen. Es wird spannend! Ich freue mich sehr sehr sehr auf morgen Abend. Und ich habe Angst dass es genau deswegen nicht gut wird. Ach, anyways...Bierchen austrinken und ab ins Bett.

Bei anyways fällt mir jedoch noch ein Story ein...



Donnerstag, 27. Oktober 2011
Morgen ist das große Feedbackgespräch, das Gespräch in dem mir vorgehalten wird, was ich alles nicht erreicht habe und das Gespräch in dem ich die große Gehaltserhöhung bewirken will. Passt schon schlecht zusammen und noch dazu muss ich sagen: ich bin nicht vorbereitet. Ich bin seit Jaaaahren nicht mehr vorbereitet, fällt mir plötzlich auf. Ich bereite mich einfach nciht mehr vor. Nicht bei Präsentationen, nicht bei Vorstellungsgesprächen, nciht bei wichtigen Meetings, nicht bei Gehaltsverhandlungen. Ich führe mir bei so Terminen einen Abend vorher kurz vor Augen was so war und was so gehen könnte und das wars. Mittlerweile trinke ich den Abend davor sogar Bier statt wenigstens entsprechende Kleidung vorzubereiten (raussuchen was (zusammen-)passt, bügeln etc.). Jetzt ganz aktuell stelle ich mir viel mehr die Frage ob ich noch Zigaretten holen gehe oder mit den letzten dreien heute Abend und morgen auskomme (komme ich nicht). Na ja, ich werds mir einteilen.
Ich bereite also nichts mehr vor. Und ich erinner mich an früher, als ich noch vorbereitete. Als ich studierte bereitete ich viel vor. Ich las die entsprechende Texte für die nächste Vorlesung, las sogar quer (also weiterführende Literatur), fasste zusammen, formulierte Fragen über nicht-Verstandenes, bereitete Referate minutiös vor - perfekte Folien, perfektes Handout, perfekte Formulierungen. Ich erinnere mich an Feedbacks von Dozenten, dass DAS ein wirklich gutes Referat gewesen sei. Kommilitonen wollten mit mir zusammen Referate halten weil sie einfach gelangen.

Es fühlt sich an als hätte ich irgendwann an einem bestimmten Punkt aufgegeben. Bin irgendwann nicht mehr mitkommen. Als Alle Richtung Karriere steuerten. Man über-selbstsicher auftrat. Und tolle Jobs bekam. Ich bin ausgestiegen als es anfing nicht mehr Spaß sondern Ellenbogenkarriere zu machen. Das ist knapp zehn Jahre her und ich darf mir eingestehen: ich bin mir treu geblieben. Der Preis ist unendlich hoch, so hoch, dass mir das Gefühl hochkommt, ich kann ihn schon jetzt nicht mehr zahlen.

Morgen mehr Gehalt aushandeln. Und es geht nicht um Geld.



Sonntag, 23. Oktober 2011
Ich habe von meiner Mutter geträumt und ich habe sogar geträumt wie ich irgendjemandem den Traum erzähle. Wir waren in einem Hallenbad schwimmen. Ich hatte irgendwie eine Flosse oder sowas an meiner Taille, das gehörte zu meinem Körper. Daran konnte sie sich festhalten und sich von mir durchs Wasser ziehen lassen. Es war herrlich. Wir haben gelacht und hatten Spaß. Ich habe weiter geträumt. Ich kam an irgendeiner großen Sportstätte an, ein großes Gebäude wie eine Uni oder so, mit zahlreichen Sporthallen und Sportplätzen drumherum. Ich war gut gelaunt, kam vom joggen oder so, hatte ein zwei Taschen und Klamotten in der Hand. Ich war oben im Gebäude und sah wie das Fußballspiel unten auf dem Platz schon begonnen hatte. Der Topf-Deckel-Mann spielte mit. Ich wollte erst mal irgendwo duschen gehen, fand mich in den Katakomben der Sportstätte aber nicht zurecht, fand keine Damenumkleide und Dusche. Suchte erst mal eine Toilette, auch nicht gefunden. Dann ging ich raus und war an einem Urlaubsort, vielleicht Ibiza. Dort suchte ich weiter, fand aber immer noch keine Duschen oder ähnliches. Alles schlecht organisiert dort. Schließlich kam ich in eine Wohnung, wo der Topf-Deckel-Mann wohnt. Es waren viele Leute dort und es war irgendwie chaotisch. Er war seltsam drauf, vielleicht betrunken oder auf anderen Drogen. Er kam mir fremd vor und ich bereute dort gelandet zu sein. In der ganzen Wohnung hingen Leute rum und irgendwann ließ man mich dann alleine ins Bad.