Als Zyklusfan ist der erste Tag eines neuen Zyklus für mich natürlich ein ganz besonderer Tag. Neuer Zyklus, neues Glück. So ähnlich wie Montags oder Jahresanfang. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Heute war ein Neuanfang. Nach der Schruppe sackte alles ein bißchen nach und es war gut. Zwischendurch in all dem wirklich gerade sehr großem Stress auf der Arbeit heute wollte ich immer wieder mal anfangen, Menschen einfach zu hassen und ich wollte ausrasten, aber zwischendurch war ich dann doch auch immer ganz nah bei mir und das war gut. Wovor habe ich Angst und worüber beschwere ich mich eigentlich und warum und womit mache ich mir zu all den Herausforderungen, die mir das Leben eh schon so schenkt und die ich immer wieder wie ein Steh-auf-Männchen meistere, eigentlich so viel Druck?
Manchmal geht es nicht darum Antworten zu finden, oft reicht es schon, wenn einfach die richtigen Fragen ausgesprochen sind.
overloaded am 17. Januar 13
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Zehn Minuten vorm Wecker aufgewacht. Das war auch gut so, denn der Akku war leer und somit hätte der Wecker eh nicht geklingelt.
Ich habe gut geschlafen. Der letzte Gedanke vorm Einschlafen war die Frage wovor ich Angst habe. Als ich vorhin aufwachte, war die Frage direkt wieder da. tbc
overloaded am 17. Januar 13
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Die Sorge, morgen früh diesen wichtigen Termin zu wuppen, verkatert und mit pms. Jetzt ins Bett fallen und einfach nur darauf verlassen, dass ich den Termin morgen früh schon seit Wochen im Hinterkopf vorbereitet habe. Ganz cool. Einfach ins Bett und sechs Stunden intensiv schlafen.
overloaded am 17. Januar 13
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Ich hätte vorhin beinahe auf dem Heimweg was ungwöhnliches gemacht.
Ich überlege gerade, ob ich das wirklich aufschreiben soll...nun ja, die Entscheidung ist ja doch schon gefallen.
Ich fuhr eine Abkürzung nach Hause. Durch die Anliegerstraße. An meiner alten Schule vorbei. Ungewöhnlich viele Leute dort unterwegs, nach kurzem Blick erkannte ich Schüler mit Instrumenten, hier einen Bratschenkasten, dort einen Geigenkasten, Eltern die ihre Kinder abholten und die Instrumente in die Autos verstauten und auch ein Schüler der mit seinem Cello gerade die Straße überquert hatte und sich an die Bushaltestelle stellte. Schneetreiben, kalt. Und für einen kurzen Moment überlegte ich umzudrehen und den Cellospieler einzusammeln, sein Cello in mein gr Auto zu packen und ihn nach Hause zu fahren. Ich überlegte ihn zu fragen ob er von der Orchesterprobe käme und dass ich dort auch früher gespielt hätte und ich könne ihn jetzt einfach mal eben bei diesem Wetter nach Hause fahren. Aus irgendeinem Grund drehte ich nicht um. Vielleicht weil ich zu müde war nach diesem langen, anstrengenden Tag oder weil ich mich nicht traute so eine spontane Aktion zu starten oder weil mir klar wurde dass mein Kofferraum mit Altpapier voll ist oder - ich weiß es nicht. Mist, denke ich jetzt im Nachhinein, ich hätte ihn einfach fragen können.
Es ist Dienstag. Die Orchesterproben früher waren immer Mittwochs. Die Zeiten ändern sich.
Ich werde die Augen aufhalten wann das nächste Konzert dort stattfindet. Bin gespannt was sie spielen werde.
Mein Kopf ist dermaßen voll, dass ich nicht weiß wo ich anfangen soll irgendwas davon aufzuschreiben. Der Tag auf der Arbeit war heavy. Heute wie gestern zwölf Stunden. Gegen Abend dann noch schwierige Termine zusammen mit Chef - wir haben das natürlich wunderbar gewuppt. Es hat fast Spaß gemacht. Es ist so herrlich wenn wir unter Druck zusammenarbeiten.
Heute war wirklich einer der anstrengensten und anspruchsvollsten Arbeitstage die ich bisher in meinem Leben hatte. Ich musste soviel scharf nachdenken. So viele komplizierte Sachen. Die anderen überschlagen irgendwelche Zahlen im Kopf und ich komme mit meinem Denken und meinem Taschenrechner kaum hinterher. Ich habe dem Chef das neulich einfach mal ganz offen gesagt, dass Zahlen für mich wirklich schwierig sind, dass ich da länger brauche, zweimal brauche. Er findet es irgendwie nicht schlimm. Ich meine: wenn ich das dann erst mal durchkalkuliert habe dann kann ich das auch auswendig aus dem eff-eff extern beim Kunden ohne Probleme verkaufen, aber ich muss es halt vorher minutiös durchgegangen sein. Vielleicht ist das auch einfach "gut vorbereitet" und ich weiß, der Chef wusste heute, dass ich verdammt gut vorbereitet war für die Termine. Er laberte den potentiellen Kunden was vor und wenn es ans Eingemachte ging, um Details, um Zahlen dann nahm ich das Wort und erläuterte diese Details. Wir sind ein gutes Team, der Chef und ich. Ich glaube wir kommen einfach sympathisch rüber. Genaugenommen weiß ich: Vertrieb ist mit mir im Team immer gut. Weil ich rauspüre was als nächstes gesagt werden muss, weil ich die Stimmung wahrnehme und auffangen kann. Wow, was für ein erfolgreicher Tag.
overloaded am 15. Januar 13
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Die Firma hat mir nachträglich zum Geburtstag einen Büchergutschein geschenkt. Vielleicht war es auch nicht vom Konzern vorgegeben, dass es ein Büchergutschein sein muss, sondern der Chef hat das so ausgesucht. Das ist bei uns in der Firma nämlich so, dass es ein Jahr Blumen gibt und im nächsten dann einen Gutschein usw., also immer abwechselnd. Ich mag die Jahre wenn es Gutscheine gibt. Werde ein Sport/Fitness/irgendwie sowas Buch kaufen.
overloaded am 15. Januar 13
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So, wieder nüchtern. Ähem.
Sport. Sport ist doch immer am geilsten. Das ist einfach die Gute-Laune-Garantie. Ich bin zwanzig Minuten in der Mittagssonne gejoggt, das war genau lange genug um warm zu werden und kurz genug für die lädierten Beine und Füße. Dann direkt zur Muckibude. Der Coach war nur kurz da, aber für unsere neue Bauchübung mit Gewichten war dann doch noch genug Zeit. Das ist sooo klasse und geht so: einer liegt auf dem Rücken, Beine angewinkelt, Füße aufgestellt. Der andere kniet vor den Füßen des einen und klemmt dessen Füße zwischen den Knien fest. Und jetzt gehts los: einmal normaler Situp, und "oben" gibt der andere dem einen wahlweise eine fünf- oder zehnkilo Scheibe in die Hände, damit wieder den Oberkörper zurück, wieder hoch, dann wieder ein normaler situp, dann wieder mit Scheibe uswusf. Ist der Knaller!
Sowieso mag ich Sport zusammen mit anderen. Joggen jetzt nicht so unbedingt, da laufe ich lieber meinen eigenen Rhytmus aber irgendwas anderes Fitnesszeugs macht zu zweit oder mit mehreren ja doch mehr Spaß.
Als der Coach weg war, war es trotzdem noch richtig schön. Da in meiner Muckibude ist einfach immer gute Stimmung, so sportlich-kollegial. Der Sohn vom Inhaber huschte viel in meiner Nähe rum, verwickelte mich in ein Gespräch über Beinmuskulatur, wir fachsimpelten über Laufen, Knie, Laufschuhe, schöne Laufstrecken und und und. Er war mir schon seit längerem aufgefallen und ich mag ihn. Als ich schließlich wirklich fertig trainiert war für heute, rief ich ein "tschüss!" laut in die Runde und schaute und lächelte ihn nochmal leicht extra an. Ich hoffe das kam nicht zu flirty rüber, sondern eher so nach dem Motto: war schön heute mit dir ne Runde zu quatschen. Ach, pappelapap, worüber mache ich mir hier eigentlich einen Kopf! Man kann ja mal einfach nett lächeln wenn einem danach ist.
Danach inne Sauna. Dooferweise fühlte sich ein (nett aber eher unattraktiver) Mann von mir angesprochen. Ich habe nur im Solebecken einmal was gesagt von wegen "Orr, tut das gut" und er meinte das als Aufforderung verstehen zu müssen und folgte mir in die 95Grad Sauna. Habe den Smalltalk dann mit der Begründung, mir wäre gerade gar nicht so nach Unterhaltung, ich müsse richtig ausspannen, beendet. Die Hitze kam mir zu Gute, denn er hielt es dort nicht so lange aus wie ich. Danach war ich bei meinen Eltern und einerseits möchte ich das alles was da gerade abgeht dokumentieren, aber ich mag mich da jetzt nicht reinschreiben, dann wäre die Entspannung und das gute, vielleicht fast glückliche Gefühl im Nu verpufft.
Heute: nüchtern früh ins Bett.