Dienstag, 26. April 2016
jetzt
Jetzt würde ich alles dafür geben mit meiner Mutter zu telefonieren. Tränen. Ich weine vor Erschöpfung. Alles doch zu viel. Ich würde sie so gerne anrufen, einfach erzählen, einfach ihr alles erzählen. Ihre Lösungsvorschläge hören. Bin ich mittlerweise Profi im Lösungen entwickeln, war sie eine Meisterin darin - und das ohne entsprechende Ausbildung.

Ich wähle die Nummer von zu hause, "Küche" heißt der Speicherplatz, halt das Telefon, welches in der Küche steht. Soll wenigstens mein Vater hinhalten. Und er macht das mittlerweile auch schon recht gut

Keiner hebt ab. Er hebt nicht ab. Er schaut wahrscheinlich Fußball, im Wohnzimmer, was schon lange das Pflegezimmer ist. Bei Fußball ist meine Mutter hellwach, ihr Leben halt (kommt aus Profifussballer-Familie). Was in der Kindheit war, davon zehrt sie jetzt.

Sie wird nie mehr abheben. Nie mehr werde ich sie anrufen können. Nie mehr mit ihr sprechen könnnen. Nie mehr wird sie mir bei Seite stehen wenn ich am zerbrechen bein. Jetzt fühlt es sich an als wenn ich das nicht aushalten werde, mein Leben lang.



Montag, 25. April 2016
Alles viel. Ganz viel. Ganz ganz viel.

Alles zu viel beschreibt es nicht mehr, denn all das was viel ist - und das ist neu - ist gut. Einen Sommer als Teenager hatte ich letztes Mal dieses Gefühl. Und das ohne der Sicherheit, der Gewissheit, des Wissens wie ich es jetzt habe. Ein Feuerwerk!



Montag, 18. April 2016
Es entwickelt sich gerade eine neue Freundschaft glaube ich, stelle ich fest. Es ist diejenige, die mich gerade an die große Uni holt. Ich kenne sie seit über zehn Jahren. Der Kontakt brach nie ab. In der letzten Zeit haben wir uns öfter getroffen und viel geredet. Heute war ich nach Feierabend zwei Stunden bei ihr. Ich mag sie und es tut mir gut sie zu treffen. Die Gespräche sind gut. Eine neue Freundin?