Nicht das innere Ruhe schon wieder verblasst ist, das ist jetzt wieder recht beständig, aber Traurigkeiten bleiben. Einmal Depri, immer depri. Ich traue mich nicht mehr Negatives aufzuschreiben, weil ich Angst habe, dass ich mich dann reinsteiger, quasi reinschreibe. Also in die Zweitbettdecke kuscheln, Grönemyer laut aufdrehen und dann ins Bett bevor mehr Bier geöffnet wird.
overloaded am 05. Mai 11
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Ich habe sie wieder, die Ruhe.
Nicht dass ich alles leicht nehme, aber ich kann gerade wieder über vieles stehen. Ich schwebe und stehe dabei doch recht fest auf meinen Füßen. Es fühlt sich an, als hätte ich vieles im Griff was ich beeinflussen kann und auf was ich keinen Einfluss habe, kann ich hinnehmen. Ich mache Abstriche aber ich gebe mir dafür viel. Ich räume auf, sortiere, die Wohnung, den Balkon, die Papiere, den Job, mich. Ich laufe wieder fast jeden Abend. Ich pflege mich. Ich gehe im neuen Job auf, soweit das möglich ist. Ich lächel fremde Menschen an und wünsche der Kassiererin im Getränkemarkt einen schönen Feierabend, ist ja gleich soweit. Ich streichel mich. Ich flirte. Ich habe Spaß an den letzten Bundesligaspieltagen. Ich lese, höre Grönemeyer in Schleife, lunger mit meiner Zweitbettdecke auf dem Sofa rum, lese Zeitung, fahre viel Auto und genieße. Es ist als wäre ich aus dem Winterschlaf erwacht.
Meine Mutter erkennt mich nicht mehr auf anhieb. Ich muss sie ansprechen und umarmen. Sie kann nicht mehr. Sie sitzt da und schaut auf ihre Hände, schaut mich an, mit Tränen in den Augen und sagt, sie wisse nichts mehr. Wenn ich eine halbe oder ganze Stunde mit ihr verbracht habe, lacht sie und singt. Dann nehme ich sie noch mal fest in den Arm, kuschel sie und dann, dann gehe ich.
Das in-mir-ruhen-gefühl ist noch frisch wieder da. Ich versuche es zu halten und zu festigen. Und natürlich ist nicht alles gut. Es ist viel aber gerade fühlt es sich mal an, als wäre es ganz knapp unter zu viel. Jetzt Zähne zusammenbeißen und in den Sommer durchstarten.
overloaded am 04. Mai 11
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Mist, ich habe gestern zu viel getrunken. Maßlos. Mein Körper fühlt sich krank an und mein Gehirn leidet an Serotoninmangel was sich in einer kleinen depressiven Stimmung äußert. Also schnell raus in die Sonne und joggen, dann Freunde treffen und heute Abend nüchtern früh ins Bett. Und ab dieser Woche ziehe ich das wirklich durch: Getrunken wird nur noch am Wochenende, und zwar in Maßen.
overloaded am 01. Mai 11
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Ich hätte noch zwei drei Stunden weiter tanzen können, aber meine Begleitung war nicht im Feier-Modus. Halb so wild, denn es war Julia. Julia ist klasse, Julia mag ich. Sie ist ein paar Jahre älter als ich, hat dürre Beine und trinkt wie ich. Ich habe sie letzten Sommer [Sommer zweitausendzehn tbc ] kennen gelernt. Wir trinken bei mir, erzählen, ziehen los, landen auf einer Party, es läuft erst Dallas-Musik, dann bessere Musik, ich fange an zu tanzen. Zwischendurch muss ich sie anfassen, berühren, ihre zarte Hüfte, ihren knochigen Körper. Sie hat eine Figur parisienne, knochig und dunkelhaarig, mit Bierbauch und sie rief neulich an um mit mir abzusprechen, dass sie gern im Sommer Urlaub machen möchte mit mir. ----------------drunk, ab ins Bett. Aber mir gehts gut - nur kurz zur Info, falls sich jemand sorgt ;-) Die Scheiße ist nicht weniger geworden, aber im Moment fühlt es sich an, als wenn ich das alles gut aushalten kann
overloaded am 01. Mai 11
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