Samstag, 30. Juli 2011
Ulaub ist klasse, dieser Urlaub ist eine der besten Entscheidungen 2011. Ich liebe sie einfach. Es ist herrlich. Wir wandern, wir schwimmen im Meer, nackig, wir trinken Bier, wir reden, wir schweigen und alles fuehlt sich gut an. ich glaube hier kann ich wirklich runterkommen und kraft tanken.



Donnerstag, 28. Juli 2011
Ich habe wirklich Spaß an den Jungs bei twitter. Der eine hat einen overload, kann das aber noch nicht sooo gut betiteln wie ich :-) ein anderer hat ein neues Profilfoto und überhaupt.

Wie sehr ich das genieße.



WHAT A DAY. Zu wenig Schlaf für zu viel Bier. Chef holt mich ab. Er ist süß. Besprechung startet im Auto sofort, von mir initiiert. Wir klären dieses und jenes und ich beginne von Leichen zu erzählen. Zwischendurch sage ich, dass das ja auch blöd sei von mir, nur zu erzählen was ich nicht geschafft hätte, statt aufzuzählen, was ich alles geschafft hätte. Nun gut. Wir schaffen einiges weg, telefonieren intern zur Klärung (ich telefonierte intern zur Klärung, er telefonierte privat). Schließlich eröffne ich die Oberleiche. Er sagt nichts aber an seinem Blick sehe ich seine ---------- ja was denn? Letzten Endes nur Angst vor der Frau Geschäftsführung wie er das erklären soll? Ich flehe ihn an er solle was sagen, schimpfen oder so. Nee, schimpfen möchte er nicht, damit wäre das ja nicht gelöst, antwortet er. Mir bleibt nichts als die Wahrheit und so sage ich ihm dass ich weiß dass das wichtig ist aber ich konnte einfach nciht, der Juni mit Arbeit für zwei hat mich ausgesaugt, ich hätte einen Krankenschein einreichen sollen, denn wenn ich nur von burnout rede kommt das nciht an, es kommt nur an dass ich meine Arbeit nicht mache. Alles platzt aus mir raus. Wie sehr ich auf dem Zahnfleisch gehe und dass ich wirklich urlaubsreif bin. Ich erspare mir dass ich seit sechs Wochen nicht mehr schlafe und dass viele im den Laden ein Alkproblem haben, das spricht er später von selbst an.
Zuerst landen wir in dem Büro meiner vorletzten Stelle und als er den Türcode drückt und wir durch die Schleuse gehen sage ich nur, dass ich kotzen könnte. Ich nehme mir den nächstbesten freien Arbeitsplatz und haue die im Auto besprochenen Emails raus. Gestresst düsen wir dreißig Minuten später weiter, dorthin wo ich zuletzt gearbeitet habe. Ich kenne alle Geheimwege in diesen Gebäuden, ich brauche niemanden begegnen. Mit dem Lieblingskollegen in der Küche. Hoffentlich kommt jetzt niemand rein auf den wir nicht können. Besprechung. Zeitverschwendung. Ich breche ab mit der Begründung mich irgendwo einloggen zu müssen und fliehe zur Lieblingsfreundin. M ist da. Eine Umarmung von M ist Gold wert. Wir rauchen eine, sie erzählt von der Herzheilung weil sich der tolle Typ doch als Weichei rausgestellt hat. Danach logge ich mich ein, arbeite weiter. Haue zwei Anrufe raus die mir mein Dasein als Vertriebler nochmal bestätigen, diskutiere kurz aber effektiv mit der Buchhaltung, flirte im Vorbeigehen mit dem jungen Mann der seit einem Jahr im Unternehmen und es nicht leicht hat und hetze beim telefonieren zu den anderen um den Ausflug zu beginnen..........................Viel geiler ist die Story von gestern. Die erzähl ich dann morgen oder wenn ich aus dem Urlaub zurück bin. Fertig. Urlaubsreif. Müde. Drunk. Gute Nacht. Und nach wie vor: alles zu viel.



Dienstag, 26. Juli 2011
Briefchen mit Flurgeld für die Vermieter fertig gemacht, schon mal für Urlaub abgemeldet, lege ich denen morgen früh oben unter die Zeitung, da freuen die sich.

An der Tanke spontan einen Spiegel mitgenommen. Titelthema Wege aus der BurnoutFalle sprach mich direkt an. Nur die junge Titelfrau ist falsch gewählt, Outfit passend, mit festen Schuhen, so laufe ich auch immer rum, das ist schön gewählt, allerdings hat Madame Null Augenringe. Sorry lieber Spiegel, so sehen wir nicht aus.

Amy Winehouse, fragt mein Vater mich, was hat die für Musik gemacht? Ich weiß nicht wie man das Genre nennt, nenne eine Freundin von mir die großer Fan ist. Er hat direkt eine Vorstellung. Als er mich später zum Auto bringt läuft sie im Radio und wir hören kurz zusammen. Zu Hause angekommen lege ich die CD ein. Quasi in tribute to her.

Der Tag lief gut. Ich konnte arbeiten. Großteil waren aber auch die Termine und bei sowas blühen Vertriebler auf, da geht immer viel mehr als am Schreibtisch. Wahrscheinlich habe ich innerhalb von drei Stunden Verträge im Wert von sechszehntausend reingeholt. Auf der Heimfahrt wird mir bewusst: Verträge abschließen kann ich immer, egal ob mit oder ohne burnout. Da geht mir nichts durch die Lappen. Nur hat man nicht jeden Tag die Chance dazu. Der Termin heute war relativ gut geplant. Mit mehr Engagement könnte ich jede Woche so einen Termintag hinbekommen. Mal sehen, vielleicht nach dem Urlaub. vielleicht nach der Gehaltserhöhung. Zum Glück läuft es zurzeit von alleine recht gut, also zahlentechnisch.

Hatte heute Mittag aber auch einen aus Vertriebssicht eher schlechteren Termin. Während des Gesprächs wurde mir klar: der twittert bestimmt ;-)

Jetzt in drei Tagen habe ich ein San Miguel in der Hand. Eine sehr gute Aussicht. Vielleicht überlege ich jetzt in drei Tagen auch, ob ich noch Tanzen gehe. Einfach direkt los und die Nacht durchtanzen.



Wieder mal nur fünf Stunden geschlafen, albtraumbelastet. Noch zwei mal Arbeiten, das muss doch zu schaffen sein. Der Schreibtisch ist nach wie vor endvoll, aber ich gehe heute einfach später hin. Termine bis in den Abend, noch dazu am Arsch der Welt. Morgen dann zehn Stunden im Büro alles runterarbeiten. Zu Hause ist vorm Urlaub auch noch genug zu tun. Ich weiß gar nicht wie ich das alles schaffen soll. Und der Kopf rattert ununterbrochen und das Herzchen ist so sensibel. Alles zu viel. Alles mal wieder viel zu viel.

Zähne zusammenbeißen und ab Freitag in der Sonne liegen, im Meer schwimmen, tanzen gehen. Das sind Aussichten.