Dienstag, 10. Dezember 2013
Noch ein zwei drei Tage, dann regieren wieder nur gute Hormone!!

Und es schleicht sich die Angst ein, dass das was gerade bei mir abgeht hormonunabhängig ist.



Vielleicht ist das Jahr einfach gegessen. Jetzt einfach nur noch ausharren. Ich komme dieses Jahr nicht mehr auf den Kakao-Dreh.

Meine Wohnung riecht nach gerösteten Mandeln und herber Schokolade. Ich bin Mandelsplitterprofi.

Cohen ertönt durch meine ganze Wohnung und er ist mir zu laut. Ich habe überlegt seit wann genau es mir wieder so schlecht geht. Cohen aus. Drehe stolen dance auf. Es ist seit der Absage des Amis. Wie sehr Lichtblick war ein potentielles Treffen mit ihm zum Jahreswechsel. Er hat ja nicht wirklich abgesagt, aber ich habe nicht mehr geantwortet. Den wunderbaren gemeinsamen Tag auf der Trauminsel im Juni können wir eh nicht wiederholen. Und dennoch. Das Armband habe ich vorgestern abgezogen. Eigentlich wollte ich warten bis sich die Knoten - die er gemacht und ich mir bei jedem was gewünscht hatte - sich von alleine lösen, so dass alle Wünsche in Erfüllung gehen. Juni ist lange her. Ein halbes Jahr. Die Erinnerungen verblassen, die Erholung verebbt.

Change don´t come in a day [...], a new day is on the horizon[...] Natty



Montag, 9. Dezember 2013
Es ist was schlimmes passiert. Heute. Ich war verkatert arbeiten. Und hatte morgens ein Gesprächstermin mit meinen beiden quasi-Vorgesetzten. Das Gespräch war hervorragend, ich hatte mich kurz vorbereitet und wir drei verstehen uns bestens. Das Feedback war eins a. Ich habe jetzt schon alle Erwartungen übertroffen, ich bin jetzt schon soweit wie man die Stelle erst in einem Jahr ausgefüllt erwartet hatte. Alles top.

Ich sehe schlecht aus, fällt aber nicht auf eben weil die meisten Menschen ja hübsch und schlecht/kaputt aussehen nicht unterscheiden können. Ich lasse die Haare offen, sie lenken so schön ab. Genau deswegen binde ich sie sonst bei wichtigen Gesprächen oder Terminen zusammen. Heute nutze ich die Ablenkung. Die dicken locken lenken wunderbar von den Augenringen ab. Mitten im Gespräch befürchte ich eine Fahne zu haben, es steht Wasser auf dem Tisch, ich frage und bekomme direkt eins eingeschüttet. Beide loben fast neidisch wie richtig ich das machen würde mit dem viel trinken. (!). Spontan berichten beide Herren (beide könnte vom Alter her locker mein Vater sein) was sie heute gefrühstückt haben und was sie schon getrunken haben. Ja Wasser ist wichtig!, füge ich oberschlau hinzu, ist wichtig damit das Gehirn gut funktioniert!, ergänze ich weiter.

Im Gespräch kam klar heraus, dass die Probezeit nicht zur Debatte steht, das ist die Stelle alle Erwartungen übertreffend ausfülle. Es ist lustig, wie lachen, es ist gut, wir besprechen bestens. Die Stelle ist nach wie vor der Jackpott. Jetzt nur nicht trotzdem zusammenbrechen, jetzt nicht an all den Dingen zerbrechen, die ich dieses Jahr nicht klären konnte oder noch schlimmer: die Dinge, die ich eh nicht ändern kann. In der Sauna überlege ich mir: ich muss mir mehr vor Augen halten wie toll das ist dass ich diesen tollen neuen Job habe, ich muss versuchen mich daran hochzuziehen.



Sonntag, 8. Dezember 2013
Mein Kopf ist gefickt und ich mag dieses Gefühl nicht. Irgendwas läuft hier falsch.

Irgendwas läuft immer falsch. Letzten Endes ist es einfach: es ist immer einfach alles zu viel, alles zu viel....