Ich weiß ich wiederhole mich, aber der neue Job ist einfach sooo geil!! Ich kann einfach alles was ich können muss. Oftmals ist es anspruchsvoll, keine Frage, aber ich kann es einfach. Dieses Gefühl ist sowas von porno nach all den schlimmen Jahren. Ich bekomme positives Feedbacks von allen seiten. Selbst hochgebildete Männer, die mein Vater sein könnten, hängen an meinen Lippen, nehmen mich ernst, handeln nach meinem Rat. Und es ist erfolgreich. Es ist unglaublich. Und es tut so undlich gut gerne morgens zur Arbeit und abends glücklich zurück zu fahren. Die hundert km am Tag stören gar nicht. Außerdem fahre ich antizyklisch, d.h. ich sehe Stau immer nur auf der Gegenfahrbahn. Ich fahre einfach so durch.
So langsam sickert bei mir durch: die ganze Sache mit dem neuen Job ist wirklich klasse. So langsam sickert durch: volles Potential um glücklich zu sein.
Und dann dieses Equipment!! Wie endgeil dieses neue Laptop dass seit gestern auch verstanden hat, wie es mit jedem Beamer kommunizieren muss. Es läuft einfach. Es läuft einfach ----------
Lesen Sie auch morgen wieder hier wenn es heißt: pms at its best. Für heute nur ein glückliches ins Bett fallen.
overloaded am 21. Januar 14
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Ich finde meiner Mutter geht es schlechter. Sie schläft viel. Sie hängt durch. Und wieder: sie erkennt mich. Mein Vater ist erstaunt.
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Eigentlich regiert pms, aber ich bin da irgendwo auf Wolke sieben unterwegs. Gestern haben wir ab Mittag einfach blau gemacht. Beide fast zeitgleich abgehauen, an der Tanke dann wiedergetroffen, in Kolonne zu meiner Stadt gefahren, mein Auto abgestellt, mit seinem weiter gefahren, hundert Kilometer in eine große Stadt. Wanderschuhe shoppen. Ich habe keine gefunden. Und auch keine neue Hose. Zurück in meine Stadt. Zum Spanier. Ich ein paar Bier, er eins. Und dann standen wir da draußen, an einer der hässlichsten Ecken in meiner Stadt, ganz eng beieinander und ich schob mein Gesicht zu seinem Ohr und sprach. Und dann konnte ich nicht anders (ich habe mich echt bemüht, aber ich konnte einfach wirklich nicht anders) und kuschelte mein Gesicht in seinen silbernen Bart. Große Erstaunung, wie weich dieser Vollbart ist. Das erste mal mein Gesicht in einen mausgrauen Bart gekuschelt. Stehen ganz nah beieinander. Ich spüre seine Hüfte an meiner nachdem ich meine zu seiner geschoben habe. [Irgendwas mit Distanzlosigkeit.]
Ein weiteres Mal kuschel ich mein Gesicht in seins, vor meiner Haustür, unterm Vordach, es schneeregnet. Alleine falle ich völlig overloaded ins Bett.
Gehts dir besser, fragt die liebe Kollegin heute, als wir uns kurz sahen. Ich bin gut gelaunt, aber mein Körper spinnt immer noch etwas rum. Aber du siehst viel besser als gestern aus!, sagt sie, du strahlst so! Ich sage nichts. Ich kann ihr davon noch nichts erzählen. Umarme sie feste - heute ist Weltumarmungstag!, sage ich strahlend, und ich habe mir heute morgen direkt gedacht dass ich dich feste umarmen möchte!, ergänze ich ihr während ich sie perfekt umarme. Sie kennt sowas nicht, auf jeden Fall nicht von der Arbeit. Ein schöner Moment. Immer mehr stelle ich fest, dass sie zu einer Freundin wird.
Wir haben uns heute berührt.
Lange und für mich inhaltlich schwere Projektbesprechung. Danach über alles andere Reden. Stundenlang. Irgendwann hängen wir auf Schreibtischstühlen ab, direkt gegenüber, ohne Schreibtisch zwischen uns, ich hänge eh durch, er ist müde, wir reden, unsere Unterschenkel berühren sich. Als sie sich nicht mehr berühren, schiebe ich mein linkes Bein wieder an sein Rechtes.
Das klappt nicht so einfach mit meinem Vorsatz, einfach glücklich zu sein, berichte ich ihm.
Ich weiß ich sehe schlecht aus. Bei einem Lächeln sieht das niemand, da ja eh kaum einer zwischen hübsch und schlecht aussehen unterscheiden kann. Er sieht mich an. Ich lächel nicht. Er sieht wahrscheinlich, dass es mir nicht gut geht. Ja, das ist ein Prozess wie du immer so schön sagst, erklärt der Ingenieur, das ist genau das, was du immer sagst, das kommt nicht über Nacht mit einem Paukenschlag, das muss wachsen.
Ich will ihn umarmen und spüren, verabschiede mich aber später nur mit Worten. Kurzes Date für morgen zwischen den jeweiligen Terminen steht.
Er geht krass ab mit uns, überstürzt aber nichts. Ich mag ihn. Und ich mag, dass er keine Mitte dreißig mehr ist. Ein junger Mann in der aktuellen Situation wie sie gerade zwischen uns ist, hätte längst alle darauf fokussiert, dass es zum dritten Date kommt, heute sah man zufällig auch noch meine Wäsche (roter Spitzenstring), weil die Hose rutschte beim Abhängen auf den Bürostühlen. Einer, der nicht abwarten könnte, weil jung, ----------------
ich gehe ins Bett. Alles gut, gute Nacht.
overloaded am 16. Januar 14
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Es ist nicht einfach wirklich vieles einfacher, besser geworden, und dennoch: alles zuviel. Mein Körper rebelliert. Schon die ganze Woche. Magen, Allergien, Knie usw. Es fühlt sich an als wäre die letzten Jahre viel zu viel alles zu viel gewesen. Ich fühle mich wie verkatert. Bekomme das alles gar nicht mal so eben verdaut, obwohl Ruhe einkehrt.
Die neue Stelle ist so stressarm wie stressig jobtechnisch die letzten Jahre waren. Meine Mutter hat quasi fertig, wir haben die schwierigste Phase überstanden, sie bekommt kaum noch was mit. Mit meinem Vater ist es gut, wir kommen immer wieder auf die Ebene, auf der wir miteinander reden können. Die Beziehung zwischen uns ist sehr hochwertig geworden. (tbc)
Mal was anderes: morgen ist wahrscheinlich wieder mehr Verkehr, oder? War ich doch überrascht letzte Woche, musste ich nichtmals am Autobahnkreuz abbremsen. Jetzt sind wohl alle endgültig aus dem Urlaub zurück....Oder war das nur der November der so übel war? Fahren jetzt nochmal alle in Skiurlaub? Ich befürchte Eis und Schnee Richtung meiner Arbeitsstelle in der nächsten Zeit. Würde gerne notfalls mit meinem Vater das Auto tauschen, geht aber nicht, da meins mittlerweile zu verraucht. Scheiß rauchen.
Verdammte Zyklusmitte!! In der Muckibude ziehe ich eine Runde Klimmzüge so locker durch, dass alle schauen und der Sohn des Muckibudensinhaber so genau hinschaut, dass er dann auch noch was dazu sagt: verdammt gut, Klimmzüge sind das ehrlichste workout überhaupt. Ich pumpe alle Kilos weg als sei das nichts. Später in der Sauna sehe ich, dass ich alle Blicke auf mich ziehe. Um nicht ganz so toll dazustehen, bestelle ich Bier und rauche. Frauen in meinem Alter (oder wahrscheinlich fünf oder zehn Jahre jünger) fangen an mich böse anzuschauen, weil ihre Freunde mir hinterherstarren. Ich denke mir: gehe doch auch trainieren. Kann ich ja auch nichts für wenn sich andere junge Frauen nicht um ihren Körper kümmern.
Die Jungs in der Muckibude möchte ich hormonbedingt einen nach dem anderen ausziehen. Bei dem Knusprigsten nicht nötig, da er sich selbst das Shirt auszieht.
Später beim Bier im Kneipenviertel mit dem Fußballfreund bemerkte ich, wie meine Gedanken immer wieder zu dem älteren Kollegen abwandern. Diese ganzen jungen knackigen Männer, die hatte ich alle schon. Die lagen alle schon in meinem Bett. Ein Satz, der mir seit Tagen durch den Kopf geht: die hatte ich alle schon, mit denen bin ich wirklich durch.
Der ältere Kollege hat mir neulich kurz was darüber erzählt, wie er drauf war als er fünfunddreißig war. Wären wir gleichalt hätte ich meinen Freundinnen erzählt: ja, klar, er ist nett, er ist toll, aber was soll ich mit dem Typen???
Ich mag ihn so wie er jetzt ist. Alt. Silber. Erfahren. Lebenserfahren. Sich selbst erfahren. Und dabei nicht langweilig oder gesetzt. Die Hormone malen mir "ein Kopfkino, dass größer als das Imax am Potsdamer Platz ist" wenn ich mir vorstelle, er hole mich genau jetzt vom Küchentisch ab und ginge mit mir ins Bett.